Was ist ein Betrieb wert?

Unternehmensbewertung für Hotel, Gastronomie und Tourismusbetriebe

Eine Unternehmensbewertung schafft eine belastbare Entscheidungsgrundlage, wenn ein Hotel, Restaurant, Gasthaus oder touristischer Betrieb verkauft, übernommen, finanziert, neu geordnet oder innerhalb der Familie übertragen werden soll. Bewertungsanlass, Stichtag, Auftrag und Wertkonzept bestimmen dabei, welche Methode und welche Prüfungstiefe sachgerecht sind.

Neben Jahresabschlüssen, Ertragskraft und Cashflows berücksichtigen wir die branchenspezifischen Werttreiber: Standort und Markt, Belegung, ADR und RevPAR, F&B-Ertrag, Personal- und Wareneinsatz, Pacht- und Finanzierungsstruktur, Investitionsstau, Betreiberabhängigkeit, Positionierung sowie die Trennung von Immobilie und operativem Betrieb.

Das Ergebnis unterstützt Eigentümer, Unternehmerfamilien, Nachfolger, Investoren und Finanzierungspartner bei ihrer Entscheidung. Verwandte Leistungen sind die Unternehmensnachfolge, die Finanzierungsberatung und das Sachverständigengutachten.

Ein Unternehmenswert ist kein isolierter Kaufpreis. Er hängt von Anlass, Perspektive, Zukunftsplanung und den im Auftrag getroffenen Annahmen ab. Deshalb unterscheiden wir transparent zwischen operativem Unternehmenswert, Nettofinanzverschuldung, Eigenkapitalwert und – sofern relevant – dem separat betrachteten Immobilienwert. Diese Trennung ist besonders bei eigentümer- oder familiengeführten Hospitality-Betrieben wichtig.

Wie gehen wir bei einer Unternehmensbewertung vor?

Bei einer Unternehmensbewertung verfolgen wir einen strukturierten, anlassbezogenen Ansatz, damit Daten, Annahmen, Methoden und Ergebnis transparent nachvollziehbar sind. Als fachlicher Orientierungsrahmen dient insbesondere IDW S 1 i.d.F. 2026. Der aktuelle Standard richtet die Bewertung ausdrücklich am jeweiligen Bewertungsanlass und vereinbarten Auftrag aus.

Unternehmensbewertung Hotel Gastronomie Betrieb Wert

Unser Vorgehen bei der Unternehmensbewertung:

  1. Bewertungsanlass und Auftrag klären: Verkauf, Nachfolge, Gesellschafterwechsel, Finanzierung, Investition oder strategische Planung bestimmen Wertkonzept, Stichtag und Adressaten.
  2. Daten erfassen und bereinigen: Jahresabschlüsse, BWA, SuSa, Cashflows, Verträge und operative Kennzahlen werden auf Sondereffekte, Inhaberbezüge und nachhaltig erzielbare Ergebnisse geprüft.
  3. Planung plausibilisieren: Markt, Standort, Wettbewerb, Auslastung, Preis, Kosten, Investitionen, Finanzierung und Liquidität werden mit der Unternehmensplanung verbunden.
  4. Methoden auswählen: Je nach Auftrag kommen Ertragswertverfahren, Discounted-Cashflow-Verfahren und ergänzende Markt- beziehungsweise Multiplikatoransätze zum Einsatz. Immobilie und operativer Betrieb werden bei Bedarf getrennt betrachtet.
  5. Risiken und Sensitivitäten untersuchen: Kapitalisierung, Wachstum, Margen, Investitionsbedarf, Betreiberabhängigkeit und Szenarien zeigen, wie robust die Wertableitung ist.
  6. Ergebnis dokumentieren: Wertableitung, Annahmen, offene Datenpunkte und Handlungsempfehlungen werden nachvollziehbar zusammengeführt.

Was erhalten Auftraggeber?

Je nach Bewertungsanlass entsteht eine nachvollziehbare Wertermittlung oder ein Gutachten mit Auftragsdefinition, Stichtag, Daten- und Planungsanalyse, Bereinigung von Sondereffekten, Methodenauswahl, Sensitivitäten und Management Summary. Welche rechtlichen, steuerlichen oder institutionellen Anforderungen gelten, ist vom konkreten Auftrag abhängig und wird mit den zuständigen Fachberatern beziehungsweise Adressaten abgestimmt.

Für Finanzierungsgespräche kann die Ergebnisdarstellung mit unserer Finanzierungsberatung verbunden werden; ausgewählte Projektkontexte zeigen die Erfolgsgeschichten.

Andreas Dittlmann – Beratung für Gastronomie und Food-Konzepte: Küchen- und Serviceprozesse, Deckungsbeitrag, Speisenkalkulation und Gästezufriedenheit (Dittlmann & Partner, ICC)

CHECKLISTE: WIE VIEL IST MEIN BETRIEB WERT?

Diese kurze Checkliste hilft Ihnen, die wichtigsten Werttreiber zu prüfen und Ihre Unterlagen so vorzubereiten, dass eine Unternehmensbewertung (z. B. Ertragswert, DCF oder Marktvergleich) belastbar und nachvollziehbar wird.

  1. Anlass und Ziel der Bewertung klären

  • Verkauf, Nachfolge, Gesellschafterwechsel, Finanzierung, Investoren, Umstrukturierung?

  • Welcher Stichtag ist relevant (heute, Jahresende, Transaktionsdatum)?

  • Welche Definition gilt: Unternehmenswert (Equity Value) oder Gesamtunternehmenswert (Enterprise Value)?

  1. Fundamentzahlen und Reporting-Qualität prüfen

  • Aktuelle BWA und Summen- und Saldenliste (mind. 12–36 Monate) vorhanden?

  • Jahresabschlüsse der letzten 3 Jahre inkl. Anhang/Lagebericht verfügbar?

  • Trennung privat/betrieblich sauber (z. B. PKW, Reisen, Bewirtung, Miete)?

  • Einmalige Effekte (Sondereinflüsse) dokumentiert: Corona, Sanierung, Sonderabschreibungen, Einmaleinnahmen

  1. Ertragskraft und Rentabilität nachvollziehbar darstellen

  • Deckungsbeiträge (z. B. Logis, F&B, Veranstaltungen, Wellness) ermittelt?

  • Kostenstruktur plausibilisiert (Personalquote, Wareneinsatzquote, Energiekosten, Pacht/Miete)?

  • Ergebniskennzahlen: EBITDA, EBIT, operatives Ergebnis, Cashflow – sauber hergeleitet?

  • Abhängigkeiten sichtbar: Saison, Wetter, Events, einzelne Großkunden, Reiseveranstalter/OTA

  1. Planung und Zukunftsfähigkeit vorbereiten

  • Integrierte Planung (GuV, Liquidität, Bilanz) für 3–5 Jahre vorhanden oder ableitbar?

  • Annahmen transparent: Preis, Menge, Auslastung, ADR/RevPAR, Kapazitäten, Öffnungszeiten

  • Investitionsplanung: Instandhaltung, CAPEX, Modernisierung, Digitalisierungsbedarf

  • Sensitivitäten/Szenarien: Base, Best, Stress (z. B. Personalengpässe, Energiepreise, Nachfrage)

  1. Risiken, Chancen und „Value Driver“ identifizieren

  • USP/Markenposition, Zielgruppen, Bewertungsportale, Stammkundschaft

  • Standort- und Marktumfeld: Wettbewerb, Nachfrage, Frequenz, Infrastruktur

  • Betriebsorganisation: Prozesse, Abhängigkeit vom Inhaber, Schlüsselpersonal, Fluktuation

  • Verträge: Pacht/Miete, Lieferanten, Leasing, Kreditverträge, Laufzeiten, Kündigungsrechte

  1. Vermögenswerte und Struktur erfassen

  • Immobilie im Unternehmen oder separat? (Miete/Pacht marktüblich?)

  • Inventar/Anlagevermögen: Zustand, Restnutzungsdauer, Ersatzinvestitionen

  • Working Capital: Forderungen, Verbindlichkeiten, Warenlager

  • Schulden/Finanzierungen: Netto-Verschuldung, Zinsbindung, Covenants, Sicherheiten

  1. Transaktionsrelevante Dokumente zusammenstellen (Kurzliste)

  • Jahresabschlüsse (3 Jahre), BWA/GuV aktuell, SuSa, OP-Listen (Debitoren/Kreditoren)

  • Miet-/Pachtvertrag, Kreditverträge, Leasing, wesentliche Lieferantenverträge

  • Personalübersicht, Organigramm, Schlüsselrollen, Vergütungsstruktur

  • Übersicht Zimmer/Plätze/Leistungsangebot, Preislisten, Auslastungsdaten, Vertriebskanäle

  • Investitionsliste + Wartungs-/Instandhaltungsstau (falls vorhanden)

  1. Schnelltest: typische Fragen, die den Wert direkt beeinflussen

  • Wie stabil sind Umsatz und Cashflow über 36 Monate?

  • Wie hoch ist die Inhaberabhängigkeit (Operativ, Vertrieb, Küche, Management)?

  • Welche 3 Maßnahmen erhöhen den Wert in den nächsten 12 Monaten am stärksten?

  • Gibt es Risiken, die einen Abschlag rechtfertigen (Recht, Hygiene, Brandschutz, Pacht, Personal)?

  • Welche Käufergruppe passt (strategisch, privat, Investor, Nachfolger) und warum?

Wenn Sie möchten, prüfen wir Ihre Unterlagen strukturiert und leiten daraus eine belastbare Bewertung ab – inklusive Methodenauswahl (Ertragswert, DCF, Marktansatz), Plausibilisierung der Fundamentzahlen und einer klaren Argumentationslinie für Banken, Investoren oder Käufer. Unverbindlichen Gesprächstermin vereinbaren.

Check-in!

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In nur wenigen Schritten können Sie uns Ihre Bedürfnisse mitteilen, und wir entwickeln maßgeschneiderte Lösungen, die optimal auf Ihr Unternehmen abgestimmt sind. Lassen Sie uns gemeinsam erfolgreich durchstarten!

Viele unserer Leistungen können – abhängig von Programm, Standort und Fördervoraussetzungen – förderfähig sein.

BAFA-Unternehmensberatung: 50 % oder 80 % der förderfähigen Beratungskosten, mit programmspezifischen Höchstgrenzen. Beim INQA-Coaching gelten eigene Voraussetzungen und Konditionen.

Dittlmann & Partner | Inter Change Concept (ICC) ist Ihr Spezialist für Hotel- und Gastronomieberatung sowie Tourismusprojekte. Wir begleiten familiengeführte Betriebe, Gastgeber und Erlebnisanbieter bei Strategie, Finanzierung, Nachfolge, Sanierung und Digitalisierung – mit betriebswirtschaftlicher Präzision und einem klaren Blick für die Architektur der Gefühle im Betrieb. Mehr über unsere Arbeitsweise und Referenzen finden Sie auf der Seite „Über uns“.