Die Digitalisierung der Rechnungstellung in Form der E-Rechnung macht auch vor der Hotellerie und Gastronomie nicht halt. Ab 2025 wird die E-Rechnung für viele öffentliche Auftraggeber und große Firmen zur Pflicht. Besonders betroffen sind Anbieter, die Übernachtungen für Geschäftsreisende, Tagungen oder andere Dienstleistungen für Unternehmen oder Behörden anbieten. Wer sich auf diese Entwicklung nicht rechtzeitig vorbereitet, könnte zukünftig Schwierigkeiten haben, weiterhin als Kooperationspartner akzeptiert zu werden. Was ist die E-Rechnung? Die E-Rechnung geht weit über eine einfache digitale PDF-Rechnung hinaus. Sie ist ein strukturiertes, digitales Dokument, das automatisch von Buchhaltungssystemen verarbeitet werden kann. Standards wie XRechnung und ZUGFeRD ermöglichen einen reibungslosen Datenaustausch und steigern die Effizienz von Rechnungsprozessen. Für Unternehmen bedeutet das, dass weniger manuelle Bearbeitung nötig ist und Fehlerquellen minimiert werden. Warum die E-Rechnung für die Hospitality-Branche relevant ist Die Einführung der E-Rechnung betrifft nicht nur öffentliche Auftraggeber, sondern auch große Unternehmen, die Dienstleistungen in der Hotellerie und Gastronomie nachfragen. Ob Tagungen, Geschäftsreisen oder Catering-Dienstleistungen – ab 2025 werden diese Kunden verstärkt auf E-Rechnungen bestehen. Wer diesen neuen Standard nicht erfüllt, läuft Gefahr, als Partner nicht mehr berücksichtigt zu werden. Vorteile der E-Rechnung 1. Effizienz und Zeitersparnis: Durch die automatisierte Verarbeitung entfällt die manuelle Bearbeitung, was Zeit und Kosten spart. 2. Schnellere Zahlungen: Die reibungslose Datenverarbeitung führt zu einer schnelleren Bearbeitung und Begleichung der Rechnungen. 3. Nachhaltigkeit: Der digitale Rechnungsprozess reduziert den Papierverbrauch und leistet so einen positiven Beitrag zum Umweltschutz. Herausforderungen und Chancen Die Umstellung auf die E-Rechnung bringt Herausforderungen mit sich – insbesondere für kleinere Betriebe. Die Integration in bestehende Systeme erfordert möglicherweise Anpassungen und Investitionen in IT-Infrastruktur sowie Schulungen. Doch es lohnt sich, frühzeitig aktiv zu werden, um den Wettbewerbsvorteil zu nutzen, den eine gut implementierte E-Rechnungslösung bieten kann. Hotelsoftware und Property Management Systeme (PMS) Eine entscheidende Rolle bei der Einführung der E-Rechnung spielen moderne Hotelsoftware-Lösungen, Property Management Systeme (PMS) und auch Kassensysteme für die Gastronomie. Führende Anbieter der Branche wie beispielsweise MEWS haben bereits zukunftsfähige Lösungen entwickelt, die den digitalen Rechnungsaustausch nahtlos unterstützen. Für kleinere Anbieter besteht hier jedoch Nachholbedarf. Der Einsatz moderner PMS-Systeme mit E-Rechnungs-Funktionalität ermöglicht es, die gestiegenen Anforderungen von Kunden und Geschäftspartnern zu erfüllen und sich langfristig als wettbewerbsfähiger Akteur in der Hospitality-Branche zu positionieren. Unsere Kompetenz für die Digitalisierung in der Hospitality Als Experten für digitale Transformation in der Hotellerie und Gastronomie bringen wir unsere langjährige Erfahrung in die Weiterentwicklung digitaler Arbeitsabläufe ein. Aktuell gibt es in Deutschland noch 80 % Zuschuss für unsere Unterstützung. Wir begleiten Sie dabei, zukunftsfähige Systeme zu implementieren und Ihre Prozesse optimal an die neuen Anforderungen der E-Rechnung anzupassen. Lassen Sie uns in einem unverbindlichen Gespräch herausfinden, wie wir Ihre digitalen Arbeitsabläufe und Rechnungsprozesse optimieren können. Fazit: E-Rechnung als Zukunftssicherheit Die Umstellung auf die E-Rechnung mag auf den ersten Blick komplex wirken, bietet aber eine große Chance für Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit. Unternehmen der Hospitality-Branche sollten nicht zögern, diesen Schritt zu gehen, um sich als moderner und attraktiver Geschäftspartner zu positionieren. Wer frühzeitig handelt, sichert sich langfristig die Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern und öffnet sich für neue Geschäftsmöglichkeiten.
E-Rechnung: Warum Gastgeber & Erlebnisanbieter jetzt handeln sollten
Andreas Dittlmann: Wie Bäume, persönliche Erfahrungen und unternehmerische Visionen meinen Weg und meine persönliche „Architektur der Gefühle“ prägen
Linkedin Facebook Instagram Youtube Whatsapp Threads Andreas Dittlmann als Gründer und Geschäftsführer: Expertise in Tourismusberatung, Hotelberatung und Gastronomieberatung In unserer Blogreihe möchten wir Ihnen nach und nach die Menschen vorstellen, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung den Erfolg unserer Gesellschaft mitgestalten. Den Auftakt macht unser Gründer und Geschäftsführer Andreas Dittlmann. Als Vordenker und Experte in der Tourismus-, Hotel- und Gastronomiebranche ist Andreas seit über 20 Jahren wegweisend in der Entwicklung von Erlebnisinnovationen. Mit seiner Philosophie der ‘Architektur der Gefühle’ schafft er einzigartige, nachhaltige Erlebnisse, die Menschen berühren und inspirieren. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über seinen außergewöhnlichen Werdegang und die Werte, die seine Arbeit prägen. Von Wurzeln und Wegen: Wie Bäume, Menschen und Erfahrungen meinen beruflichen Weg geprägt haben Mein Name ist Andreas Dittlmann, und meine Geschichte beginnt lange bevor ich selbst bewusst Teil davon wurde. Sie ist eng mit den Geschichten meiner Eltern verknüpft, die mich von klein auf auf ihre eigene Weise geprägt haben. Diese prägenden Erlebnisse spiegeln sich bis heute in meinem Handeln wider und sind ein zentraler Bestandteil meiner beruflichen Arbeit in der Tourismus-, Hotel- und Gastroberatung und der Entwicklung von Erlebnisinnovationen. Die Wurzeln: Prägungen durch meine Eltern Passau und die Nachkriegszeit: Theater, Gastronomie und Begegnungen Meine Mutter, geboren 1945, wuchs im Passau der Nachkriegszeit auf. Ihre Leidenschaft galt dem Theater, und sie hätte beinahe eine Karriere als professionelle Schauspielerin am Gärtnerplatztheater in München eingeschlagen. Doch das Leben nahm eine andere Wendung: Sie wurde mit meinem Bruder schwanger und musste den Schauspieltraum aufgeben. Stattdessen arbeitete sie als Chefsekretärin in der Löwenbrauerei AG in Passau. Durch ihre Rolle in der Brauerei hatte sie engen Kontakt zu wichtigen Persönlichkeiten der Wirtschaft, darunter der Aufsichtsratsvorsitzende der Löwenbrauerei, der gleichzeitig Chef der Münchener Rück war. Inmitten all dieser geschäftlichen Interaktionen gab es immer wieder auch persönliche Momente – wie etwa, wenn sie ihm bei den Aufsichtsratssitzungen seine Knöpfe an der Jacke annähen musste. Solche kleinen, aber bedeutsamen Anekdoten prägten nicht nur ihr berufliches Leben, sondern gaben mir als Kind auch einen Einblick in die enge Verflechtung von Wirtschaft und persönlicher Begegnung, die ich später in meiner eigenen Arbeit wiederfinden sollte. Diese beruflichen und persönlichen Verbindungen zeigten mir früh, wie eng Wirtschaft und menschliche Beziehungen miteinander verflochten sind – eine Lektion, die mich bis heute begleitet. Familienunternehmen seit 1530: Tradition, Verantwortung und Natur als Gegenwelt Mein Vater, geboren 1928, übernahm nach dem Krieg das Familiengeschäft, das seit 1530 bestand – ein traditionelles Schuhmacherhandwerk. Erst später wurde mir klar, dass Reisen ohne Schuhe nicht wirklich möglich ist. Es gibt für alle Reiseanlässe auch spezielle Schuhe: Wanderschuhe, welche für die Stadt, den Abend, den Strand, sportliche und elegante Schuhe… Doch seine wahre Leidenschaft galt dem Wald. Schon als Kind nahm er mich, Andreas Dittlmann, oft mit in die Natur, wo er mir die Bäume zeigte und erklärte, wie Wachstum unter verschiedenen Bedingungen funktioniert. Diese Liebe zur Natur und das tiefe Verständnis für die Bedürfnisse von Lebewesen begleiten mich bis heute und prägen meinen Umgang mit Projekten, insbesondere in meinem Arboretum und in der Philosophie der ‘Architektur der Gefühle’. Natur entdecken unterwegs zu Benchmarkbetrieben Nachdenken Die wichtigste Arbeit passiert im Kopf Privat unterwegs Stadterkundungen Wellness in den Bergen Strategieplanung vor Ort bei Kunden Sachverständiger Gutachter Pläne und Lösungen Der innere Konflikt und die ersten Schritte Früh spürte ich den Druck, in die Fußstapfen meines Vaters treten zu müssen. Doch ich, Andreas Dittlmann, wusste, dass ich meinen eigenen Weg finden wollte – einen, der die kreative Seite meiner Mutter und die Naturverbundenheit meines Vaters vereinen würde. 1996 begann ich eine Ausbildung in der BAVARIA, einem großen Kurhotel in Bayern. Diese kaufmännische Ausbildung legte den Grundstein für eine solide betriebswirtschaftliche Basis und führte mich in die Welt der Hospitality und Gastronomie ein. Gleichzeitig begann ich, meine eigenen Visionen zu entwickeln. Diese Zeit war für mich geprägt von inneren Konflikten: einerseits der Wunsch, den Erwartungen meines Vaters gerecht zu werden, andererseits die Sehnsucht, meinen eigenen Weg zu gehen. United Scene Group e.V.: Regionalentwicklung, Netzwerkaufbau und grenzüberschreitende Projekte 1996, einige Jahre nach dem Fall des eisernen Vorhangs und meiner dadurch geweckten Neugierde nach dem unbekannten, neuen Nachbarn hinter der Grenze gründete ich den Regionalentwicklungsverband „United Scene Group e.V.“, der sich auf trilaterale Begegnungen zwischen Deutschland, Tschechien und Österreich konzentrierte. Es war eine Zeit des Umbruchs in Europa, und ich wollte meinen Beitrag dazu leisten, Brücken zu bauen, die über Ländergrenzen hinausreichen. Menschen miteinander zu verbinden und Netzwerke zu schaffen – das wurde zu meiner Mission. Unterstützer und prägende Momente: Fürsprecher, Kooperationen und Wirkung in der Region Auf diesem Weg traf ich auf Menschen, die mich tief prägten. Rudolf Presl, der Seniorchef meines Ausbildungsbetriebs und damals Honorarkonsul für die Tschechische Republik, war einer dieser Unterstützer. Er nahm mich mit auf seine Reisen nach Tschechien und wir sprachen viel über meine Ideen, grenzüberschreitende Projekte und den Abbau von Barrieren. Ein weiterer wichtiger Fürsprecher in dieser Zeit war Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg, damals Intendant der Festspiele Europäische Wochen Passau. Ich habe ihn als jemanden erlebt, der mit ruhiger Autorität und echter kultureller Haltung hinschaut: nicht auf das Lauteste, sondern auf das Tragfähige. Für mich waren das mehr als freundliche Worte. Es war ein Signal von Vertrauen – und in Phasen, in denen man etwas aufbaut und noch nicht alles bewiesen ist, kann genau so ein Vertrauen Türen öffnen. Ich bin bis heute dankbar für diese Form der Unterstützung und für das Gefühl, mit meinen Ideen gesehen und ernst genommen worden zu sein. Menschen wie diese halfen mir dabei, die United Scene Group zu etwas Größerem zu machen. Sponsoren wie BMW, die Deutsche Telekom, der Kulturfonds Bayern, der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, die Kulturstiftung des Bundes, e.on, der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, die Europäische Union mit der EUREGIO und viele mehr wurden zu wichtigen Partnern. Über 100 grenzüberschreitende Projekte wurden realisiert, darunter das Passauer Pfingst-Open Air, die Medientage waldART im Nationalpark Bayerischer Wald oder der Literaturwettbewerb „dílna slov“. Für diese Bemühungen wurde ich mit dem Bayerischen Verdienstpreis für grenzüberschreitende Zusammenarbeit ausgezeichnet. Trotz all dieser Erfolge spürte ich
Eine verrückte Zukunftsvision: Wie sich touristisch wichtige Orte in den nächsten 10 Jahren verändern könnten
Touristisch wichtige Orte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weltweit: Wie sich künstliche Intelligenz die Zukunft vorstellt und wo es Potential für Alleinstellungsmerkmale (USPs) gibt.
Impact of Revenge Saving on Chinese Tourists around the world
Chinese tourists in Germany are expected to decrease. This will have a profound impact on the industry. Not only economic conditions, but also changing travelling habits are influencing the situation. In recent months, a trend has developed among young Chinese people: so-called ‘revenge saving’. This term describes the reaction of many young people in China to economic uncertainties and fears about the future by drastically reducing their spending and saving more. This need to save could have a significant impact on global tourism, especially in countries such as Germany, which traditionally benefit from Chinese tourists. What is ‘revenge saving’? Originally, it was expected that after the strict COVID-19 measures in China, a phenomenon of ‘revenge consumption’ would occur, with people using their pent-up purchasing power to consume and travel more. Instead, we are now seeing the opposite: young Chinese people are making a conscious decision to minimise their spending and build up financial reserves. The reasons for this include Economic uncertainty: the Chinese economy is slowing down and many young people are worried about their professional future. High youth unemployment: The unemployment rate among young people has risen, which increases the need for financial security. Changing values: A cultural shift is taking place where frugality and long-term financial planning are becoming more important. Impact on tourism to Germany, Austria? Before the pandemic, China was one of the fastest-growing source markets for international tourism. In 2019, around 1.6 million Chinese tourists visited Germany. The majority of these travellers belonged to the younger generation under the age of 40, who were known for their propensity to travel and consume. However, with the rise of ‘revenge saving’, we could see a significant drop in these numbers in the coming months to two years: Less travel bookings: Tour operators are already reporting a drop in demand for overseas travel among young Chinese men and women. Changed travel behaviour: Those who are still travelling may prefer cheaper alternatives or shorten their length of stay. Lack of spending: Chinese tourists are known for their high per capita spending, especially in the luxury segment. A decline could have a direct impact on the retail and catering sectors. Focus on specific sectors Certain sectors in Germany could be particularly affected: Retail: luxury brands and shopping centres traditionally frequented by Chinese tourists could see a drop in sales. Hotels and restaurants: Hotels and restaurants that specialise in Chinese guests may have to adjust to fewer bookings. Tourism services: Tour guides, translation services and cultural facilities could see a drop in demand. Long-term prospects While short-term effects may already be noticeable, the question is what the long-term effects will be: Adjustment of strategies: tourism companies will have to rethink their marketing strategies and possibly turn to new target groups. Diversification of markets: A stronger focus on other growth markets may be necessary to compensate for losses. Innovation: Developing offers that meet the changing needs and budget-consciousness of travellers. Conclusion The trend of ‘revenge saving’ among young Chinese is a signal of a profound change in consumer behaviour. For Germany as an attractive travel destination and important trading nation, it is essential to monitor these developments closely and respond proactively. By adapting and innovating, companies and sectors can meet the challenges and capitalise on new opportunities. Sources and further information: -n-tv.de: Revenge saving: New trend makes China’s youth save extremely -Statista: Statistics on tourism from China to Germany. -South China Morning Post: Reports on the changing consumer behaviour of young Chinese. -German Tourism Association: Current developments and forecasts in tourism to Germany. This article was published by Dittlmann & Partner 🔥🔥🔥ICC to provide insights into current global trends and their impact on Germany. We keep our finger on the pulse for you.
AI Act: Die aktuelle Gesetzeslage und was auf das Gastgewerbe zukommt
Künstliche Intelligenz (AI) im Tourismus, der Gastronomie und im Hotel. Was Betriebe über den AI Act der EU wissen müssen. Hinweis: Nach unserer Einschätzung fallen fast alle Hotels und Gastgeberbetriebe unter die Verordnung, da sie in irgendeiner Weise nach der Definition von künstlicher Intelligenz der Europäischen Union betroffen sind. Das ist bereits der Fall, sobald eine Hotelsoftware (PMS), ein Revenue Management Tool oder die Registrierkasse im Einsatz ist! Die Verabschiedung des EU AI Acts ist beschlossene Sache und damit rücken wichtige Fristen und Pflichten für Unternehmen näher. Die neuen Vorschriften zielen darauf ab, den Einsatz von KI-Systemen zu regulieren und dabei ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Sicherheit zu schaffen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die Zeitplanung, die Anforderungen an KMU sowie die nächsten Schritte, die Sie in Ihrem Unternehmen beachten sollten. Wichtige Zeitpunkte: Was gilt ab wann? • 2. Februar 2025: Der Startschuss für die ersten Regelungen des AI Acts. An diesem Tag treten die Vorschriften zur KI-Kompetenz und zu Verboten bestimmter KI-Systeme in Kraft. Unternehmen müssen ab diesem Zeitpunkt sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter über ausreichende Kenntnisse im Umgang mit KI verfügen. • 2. August 2025: An diesem Datum betrifft die Verordnung alle GPAI-Modelle (General Purpose Artificial Intelligence). Unternehmen müssen die Risiken und die Compliance dieser Modelle genauer untersuchen, insbesondere wenn sie solche Modelle für ihre Geschäftszwecke nutzen. • 2. August 2026: Ab diesem Zeitpunkt gelten Transparenzpflichten und Strafen bei Nichtbeachtung. Dazu gehört beispielsweise das Einfügen eines “Wasserzeichens” in maschinenlesbaren Formaten, das deutlich macht, dass es sich um KI-generierte Inhalte handelt. Hier liegt die Verantwortung beim Anbieter. • 2. August 2027: Ab diesem Zeitpunkt wird die Konformität mit anderen Vorschriften, die für Hochrisiko-KI gelten, verpflichtend. Dies betrifft auch GPAI-Modelle, die vor dem 2. August 2025 in den Verkehr gebracht wurden. Schulungspflicht für Unternehmen Eine zentrale Neuerung des AI Acts ist die Verpflichtung zur Schulung von Mitarbeitern, um die sogenannte “AI-Literacy” zu gewährleisten. Ab dem 2. Februar 2025 sind Unternehmen und Betreiber von KI-Systemen dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter ausreichend im Umgang mit KI zu schulen. Dies betrifft sowohl die Anbieter von KI-Systemen als auch die Unternehmen, die diese Systeme in ihrer betrieblichen Praxis einsetzen. • Wer ist betroffen? Alle Mitarbeiter, die mit der Nutzung oder dem Betrieb von KI-Systemen befasst sind, müssen ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz aufweisen. • Welche Maßnahmen sind zu ergreifen? Unternehmen müssen geeignete Schulungsmaßnahmen ergreifen, um die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiter nach bestem Wissen und Gewissen sicherzustellen. Verantwortung der Betreiber Im AI-Act wird der Begriff des “Betreibers” genau definiert. Dieser ist jede Stelle, die ein KI-System in eigener Verantwortung einsetzt, es sei denn, das System wird im Rahmen einer persönlichen und nicht beruflichen Tätigkeit verwendet. Das bedeutet, dass Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, als Betreiber fungieren und daher die entsprechenden gesetzlichen Pflichten erfüllen müssen. Was sollten Betriebe jetzt tun? 1. Planung und Bestandsaufnahme: Identifizieren Sie Ihre bestehenden KI-Anwendungen und überprüfen Sie, ob diese den neuen Regularien entsprechen. 2. Schulungsmaßnahmen einleiten: Beginnen Sie frühzeitig mit der Schulung Ihrer Mitarbeiter, um die KI-Kompetenz in Ihrem Unternehmen sicherzustellen. 3. Compliance sicherstellen: Entwickeln Sie Strategien zur Einhaltung der Transparenzpflichten, insbesondere im Hinblick auf KI-generierte Inhalte. 4. Beratungsleistungen in Anspruch nehmen: Nutzen Sie professionelle Unterstützung, um sich auf die neuen Anforderungen optimal vorzubereiten. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Unser Angebot: Pflichtschulungen für Mitarbeiter Wir unterstützen Unternehmen dabei, die neuen Vorschriften des AI Acts erfolgreich umzusetzen. Unsere Schulungen vermitteln die notwendigen KI-Kompetenzen und bereiten Ihre Mitarbeiter auf die kommenden Herausforderungen vor. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für Ihre Pflichtschulung „AI Literacy“ und sichern Sie sich einen erfolgreichen Start in die neue KI-Ära! Haben Sie Fragen zu den neuen KI-Regularien (AI Act) oder möchten Sie einen Termin für eine Schulung vereinbaren? Kontaktieren Sie uns gerne – wir stehen Ihnen mit unserer Expertise zur Seite.
Chinesische Touristen: Wie der Trend des “Rachesparens” Deutschlands Tourismus beeinflusst
Chinesische Touristen in Deutschland werden voraussichtlich weniger…
Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald: Ein aktueller Diskurs und unsere Sichtweise auf 10 Jahre Neustrukturierung
von Andreas Dittlmann. Vor inzwischen über 10 Jahren haben wir maßgeblich im Rahmen einer Machbarkeitsstudie an der Restrukturierung und Gründung der Ferienregion Nationalpark Bayrischer Wald mitgewirkt. Der Zusammenschluss von 12 Städte und Gemeinden (Bayerisch Eisenstein, Eppenschlag, Frauenau, Hohenau, Kirchdorf im Wald, Lindberg, Mauth-Finsterau, Neuschönau, Sankt Oswald-Riedlhütte, Schönberg, Spiegelau, Zwiesel) bündelt seither Ressourcen für eine gemeinsame touristische Entwicklung. In einer der Mitgliedergemeinden, Bayerisch Eisenstein, fand kürzlich ein Bürgerentscheid statt, der die künftige Entwicklung des Tourismus in der Gemeinde und ihre Mitgliedschaft in der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald zum Thema hatte. Der Bericht der Süddeutschen Zeitung beleuchtet die kontroverse Diskussion: Während einige Befürworter die Vorteile einer gemeinsamen Vermarktung in der Ferienregion hervorheben, gibt es auch kritische Stimmen, die den Nutzen für die Gemeinde infrage stellen. Letztlich hat sich der Gemeinderat gegen eine weitere Mitgliedschaft in der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald ausgesprochen. Dies wirft Fragen zur Effektivität des Verbundes und seiner Anpassungsfähigkeit an aktuelle Herausforderungen auf. Die Entscheidung des Gemeinderats ist durchaus nachvollziehbar, wenn man die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung innerhalb der Ferienregion bedenkt. Dieser Schritt zeigt, dass es berechtigten Anlass für eine konstruktive Beurteilung des Verbundes gibt. Die Ansprüche der Gemeinden und die Erwartungen der Gäste verändern sich stetig – Digitalisierung, Nachhaltigkeit und sich wandelnde Reisetrends erfordern eine aktive Auseinandersetzung mit neuen Entwicklungen. Die Aufgaben von Tourismusbüros sind heute völlig andere als vor zehn Jahren. Hier sind Künstler gefragt, die eine Region in Szene setzen um beispielsweise auch mit der Klaviatur von Social Media neue Gäste zu erreichen. Nur mit einer zeitgemäßen Strategie zur Marktbearbeitung können regionale Tourismusorganisationen weiterhin erfolgreich agieren. Warum kontinuierliche Anpassung und Restrukturierung entscheidend ist Als Destinations-Management-Organisation (DMO) ist es unerlässlich, stets auf die Veränderungen im Markt zu reagieren und sich fortlaufend weiterzuentwickeln. Trends wie künstliche Intelligenz und digitale Services beeinflussen das Reiseverhalten und die Erwartungen der Gäste. Eine größere Region mit vielfältigen Leistungsträgern in einem Kooperationsverbund kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie sich den Anforderungen der Zeit anpasst und kontinuierlich neue Ansätze einbringt. Die Restrukturierung ist noch nicht abgeschlossen. Den Blick nach vorn richten Die jüngsten Entwicklungen in der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald unterstreichen die allgemeine Notwendigkeit, dass Organisationen, insbesondere im Tourismus, sich kontinuierlich weiterentwickeln müssen. Es ist positiv, dass die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald den Ort Bayerisch Eisenstein weiterhin vermarkten und mitmanagen darf. Dennoch sollte dieser Moment auch als Warnung verstanden werden, der verdeutlicht, wie wichtig eine aktive Bearbeitung der notwendigen Entwicklungsschritte für den Erfolg und die Attraktivität einer Region ist. Erfolgsfaktor 1 – Mandat und Governance mit echter Entscheidungskraft 0% Erfolgsfaktor 2 – Harte Ausgangsbasis statt Bauchgefühl 0% Erfolgsfaktor 3 – Gemeinsames Zielbild mit Prioritätenlogik 0% Erfolgsfaktor 4 – Stakeholder-Architektur und Konfliktfähigkeit 0% Erfolgsfaktor 5 – Scharfes Profil und Produktlogik statt „Wir können alles“ 0% Erfolgsfaktor 6 – Wertschöpfungskette und Finanzierungsmodell neu denken 0% Erfolgsfaktor 7 – Vertrieb, Daten und digitale Infrastruktur als Kernprozess 0% Erfolgsfaktor 8 – Qualitäts- und Service-Standards entlang der Guest Journey 0% Erfolgsfaktor 9 – Kompetenzaufbau und Umsetzungskapazität 0% Erfolgsfaktor 10 – KPI-System, Review-Takt und konsequentes Nachsteuern 0% Infos zur Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald – Vom Wald das Beste Die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald wurde im Mai 2014 im Zuge der Restrukturierung als GmbH gegründet und vereint aktuell 12 Kommunen, die direkt an den Nationalpark Bayerischer Wald angrenzen. Unter dem Motto „Vom Wald das Beste“ präsentiert sich die Region als abwechslungsreiche Ganzjahresdestination mit unverfälschtem Naturerlebnis, traditionsreicher Kultur und nachhaltigem Tourismus. Ziele und Struktur der Ferienregion Ziel der Gründung war es, die touristische Wahrnehmung als Einheit zu stärken und eine Restrukturierung des regionalen Tourismusmanagements umzusetzen. Unter dem Dach der GmbH werden die lokalen Tourismusorganisationen mit professionellem Management gebündelt. Der Fokus liegt auf Effizienz, Sichtbarkeit und der klaren Positionierung als authentische und naturnahe Urlaubsdestination im Herzen Europas. Lage & Kennzahlen München: ca. 200 km Regensburg: ca. 120 km Nürnberg: ca. 200 km Passau: ca. 40 km Linz: ca. 100 km Prag: ca. 200 km Gästeanzahl (Stand 31.12.2024): 258.688 Übernachtungen (Stand 31.12.2024): 1.067.556 Beherbergungsangebote: ca. 10.138 Betten – von Ferienwohnungen über 4-Sterne-Hotels bis hin zu außergewöhnlichen Unterkünften wie Schlaffässern, Wiesenbetten oder Wasserhütten im Wildniscamp am Falkenstein. Outdoor-Erlebnisse im Sommer Wandern: ausgezeichnetes Wegenetz, z. B. auf Rachel, Lusen, Falkenstein oder Großer Arber Radfahren: hunderte Kilometer für Genussradler, Rennradfahrer und Mountainbiker Grenzüberschreitende Erlebnisse: benachbarter Nationalpark Šumava (Tschechien) Golf: zwei 18-Loch-Golfplätze in der Region Winterangebote für Aktive & Genießer Langlauf & Biathlon: über 100 km präparierte Loipen – auch Nachtloipen Skifahren & Snowboarden: u. a. am Großen Arber Winterwandern & Schneeschuhtouren: beschilderte Wege & geführte Touren Rodeln & Pferdeschlittenfahrten: z. B. mit Alpakas oder Eseln Kultur & Kulinarik mit Tiefgang Museumsstraße Bayerisch Eisenstein: Kunstgalerie, Grenzbahnhof, Naturparkwelten, Localbahnmuseum Freilichtmuseum Finsterau: historische Bauernhöfe & Handwerk Waldgeschichtliches Museum St. Oswald und Waldmuseum Zwiesel Nationalparkzentren: Hans-Eisenmann-Haus, Haus zur Wildnis, Naturerlebnis Wistlberg Glasstraße Bayerischer Wald: 700 Jahre Glastradition hautnah erleben Gastgeber mit Haltung: Die Nationalpark-Partner Zahlreiche zertifizierte Nationalpark-Partner – vom Hotel bis zum Bauernhof – stehen für nachhaltige Gastfreundschaft, tiefes Naturverständnis und höchste Qualität. Sie leben den Leitgedanken: „Natur Natur sein lassen.“ Die 12 Mitgliedsgemeinden der Ferienregion nach der initialen Restrukturierung: Bayerisch Eisenstein, Eppenschlag, Frauenau, Hohenau, Kirchdorf im Wald, Lindberg, Mauth-Finsterau, Neuschönau, Sankt Oswald-Riedlhütte, Schönberg, Spiegelau, Zwiesel Weitere Informationen: ➡ www.ferienregion-nationalpark.de ➡ Nationalpark Bayerischer Wald
Warum einzigartige Erlebnisse so entscheidend für uns Menschen sind – und unse
Einzigartige Erlebnisse im Tourismus sind entscheidend für die langfristige Gästebindung und das Schaffen authentischer Geschichten. Unser methodischer Ansatz kombiniert dramaturgische Strukturen, eine klare Leitlinie und charakterstarke Höhepunkte, unterstützt durch neurowissenschaftliche Erkenntnisse, um tiefgehende und nachhaltige Erlebnisse zu kreieren, die sowohl individuell als auch inklusiv sind.
Meldepflicht in Deutschland: Was ändert sich beim Gästedaten erfassen und warum der Online-Check-In weiterhin wichtig bleibt
Gästedaten erfassen? Ab Januar 2025 tritt eine Änderung der Meldepflicht in Kraft, die für viele Hotels und Gastbetriebe in Deutschland erhebliche Auswirkungen haben wird. Doch was bedeutet diese Änderung konkret, und wie sollten Hotels darauf reagieren? Was ändert sich bei der Meldepflicht? Mit Beginn des Jahres 2025 entfällt die Meldepflicht zumindest teilweise in Deutschland. Konkret bedeutet dies, dass Gäste in einigen Fällen nicht mehr verpflichtet sind, ihre Daten schriftlich auf einem Meldezettel auszufüllen. Dies soll den Verwaltungsaufwand reduzieren und vor allem die Digitalisierung in der Hotelbranche weiter fördern. Warum weiterhin auf Online-Check-In setzen? Auch wenn die Meldepflicht ab Januar 2025 in einigen Bereichen wegfällt, gibt es dennoch gute Gründe, auf ein Online-Check-In-System zu setzen, welches an die Hotelsoftware (PMS) angeschlossen oder bereits integriert angeboten wird. Denn die gesammelten Daten sind nach wie vor entscheidend für den reibungslosen Betrieb und das Marketing eines Hotels. Hier sind einige Vorteile, die ein Online-Check-In-System bietet: Datenqualität und -verfügbarkeit: Selbst ohne gesetzliche Meldepflicht benötigen Hotels weiterhin wichtige Gästedaten, um ihre internen Prozesse effizient zu gestalten. Ein Online-Check-In ermöglicht es, korrekte und vollständige Informationen bereits vor der Ankunft zu erfassen. Das verbessert nicht nur die Gästekommunikation, sondern bietet auch wertvolle Einblicke in das Kundenverhalten. Zeit- und Kostenersparnis: Der Online-Check-In spart sowohl dem Gast als auch dem Hotel wertvolle Zeit. Gäste können bereits im Vorfeld einchecken und ihre Daten eingeben, was den Check-In-Prozess bei der Ankunft beschleunigt. Für das Hotelpersonal bedeutet dies eine erhebliche Entlastung und eine Fokussierung auf wichtige Aufgaben wie Gästebetreuung. Besserer Kundenservice: Die gesammelten Daten ermöglichen es Hotels, den Aufenthalt der Gäste individueller und persönlicher zu gestalten. Präferenzen, besondere Wünsche oder sogar frühere Buchungen können direkt berücksichtigt werden. Rechtliche Sicherheit: Auch wenn die Meldepflicht in Teilen entfällt, ist es für Hotels nach wie vor wichtig, ihre eigenen Aufzeichnungen zu führen. Ein Online-Check-In-System ermöglicht es, alle notwendigen Daten digital und datenschutzkonform zu speichern. Fazit: Umstellung auf Online-Check-In lohnt sich weiterhin Die Änderung der Meldepflicht bedeutet nicht, dass Hotels auf die Erhebung von Gästedaten verzichten sollten. Im Gegenteil: Ein modernes Online-Check-In-System bietet zahlreiche Vorteile, die über die bloße Erfüllung gesetzlicher Pflichten hinausgehen. Es ist daher für jeden Hotelbetrieb empfehlenswert, sich auf die Digitalisierung einzulassen und weiterhin auf Online-Check-In-Systeme zu setzen. Kontaktieren Sie uns. Melden wer kommt Berge Bayern – Österreich Erlebnisorte brauchen eine Story Themenhotels Inszenierung oder lebendige Praxis
Interview mit Andreas Dittlmann zur touristischen Neustrukturierung der Nationalparkregion Bayerischer Wald
13.10.2012 – Quelle: Passauer Neue Presse Standbeine müssen auch laufen können Interview mit Projektbegleiter Andreas Dittlmann zur Neustrukturierung der Nationalparkregion Lesenswert (0) Weitersagen drucken Artikel Artikel 1 / 81 Andreas Dittlmann. − F.: privat Neuschönau. Der Tourismus im der Nationalparkregion soll neu strukturiert werden. Am 16.Oktober findet in Zwiesel eine Expertentagung statt, ehe am 25.Oktober in Spiegelau dann die Ergebnisse in großem Rahmen vorgestellt werden. „Wohin geht die Reise?“, wollte der Grafenauer Anzeiger von Andreas Dittlmann, vom Projekt begleitenden Büro Dittlmann & Partner aus Waldkirchen wissen. Der Tourismus in der Nationalparkregion soll neu strukturiert werden. Was ist der Grund? Mit der Marketingoffensive Bayerischer Wald wurde bereits ein Umstrukturierungsprozess gestartet, der zu einer positiven Entwicklung in der übergeordneten Gesamtdestination geführt hat. Bis 2009 sind die Übernachtungszahlen zurück gegangen. 2010 waren sie stabil und 2011 verzeichnete der Bayerische Wald mit drei Prozent den ersten Anstieg dieser Zahl seit dem Jahr 2000. Ein weiterer Anstieg ist dann erreichbar, wenn auch in den Teilregionen entsprechende Anstrengungen unternommen werden. In eine Nationalparkregion, aber in zwei Richtungen? Wo führt die Diskussion um die Neustrukturierung des Tourismus hin? − Foto: Haydn Vergleicht man die Übernachtungszahlen der Nationalparkgemeinden, wird dieser Handlungsbedarf sehr deutlich: 2011 wurden knapp über eine Million Übernachtungen gezählt. 2006 waren es noch 1,2 Mio. Da sollten wir uns nicht von dem Anstieg im Jahr 2011 blenden lassen. Um diesen Positivtrend zu verstetigen, ist sehr viel Arbeit nötig. Welchen Ausweg gibt es aus dem Dilemma? Woran hapert es? Die Region muss sich als gemeinsames Unternehmen sehen. Darin liegt der Ausweg. In jedem Unternehmen müssen drei Dinge optimal zusammenpassen: Das Wichtigste sind die Produkte und Angebote für die Kunden. Für Kunden, die wir haben wollen. Dann eine funktionale Vermarktung dieser und drittens eine hohe Qualität im Service. Das Zusammenspiel muss gut organisiert sein. Mit der konsequenten Umsetzung der Markenstrategie „Bayerischer Wald“ wurde bereits eine wichtige Weichenstellung vorgenommen. Aber was soll der Tourismusverband vermarkten, wenn es zu wenig attraktive und zielgruppenorientiert entwickelte Erlebnisangebote gibt? Es muss gelingen, dass solche marktfähigen Angebote (wie z.B. der Anziehungspunkt Baumwipfelpfad) immer wieder weiterentwickelt werden können und neue entstehen. Wie kann die Schaffung einer Identität stiftenden Marke aussehen? Welche schweben Ihnen vor? An der Dachmarke Bayerischer Wald wird im Rahmen des Projektes nichts gerüttelt und auch keine Konkurrenz-Marke aufgebaut – möglich ist aber ohne Zweifel eine Submarke – wenn das als Teilergebnis des Projektes von den Mitwirkenden so gewollt ist. Der Nationalpark gibt ein wunderbares Rahmenthema für die Region vor: die einzigartigen Naturerlebnisse, die anderswo so nicht gefunden werden können. Mit dem Baumwipfelpfad, den Wildniswanderungen und vereinzelten Arrangements zum Beispiel für Mountainbiker sind auch schon gute Ansätze vorhanden, den Gast in den Bann zu ziehen. Spannend wird’s, wenn sich diese Angebote auch vernetzen und die Betten der Betriebe füllen. Dafür braucht es eine Gesamtstrategie, die wir in den nächsten Monaten gemeinsam mit allen Partnern entwickeln werden. Dem zu Grunde liegt die Erkenntnis, dass eine wahrgenommene Identität immer vom Blickwinkel abhängt: Der Gast identifiziert innerhalb der Marke Bayerischer Wald die Nationalparkregion schon heute ganz von selbst als Submarke. Auch wenn er aktuell noch viele Fragezeichen dahinter setzt. Die eigenen Betriebe und Orte der Region tun sich da noch um einiges schwerer. Die Nationalparkregion kann damit Vorreiter für andere Teilregionen des Bayerischen Waldes werden. Der Arber, das Ilzer Land oder das Donautal können ja ähnliche Erlebniswelten schaffen. Zuvorderst braucht es aber eine gute Organisation. Und die aktuelle Struktur spricht nicht dafür, die geeigneten Rahmenbedingungen dafür vorzuhalten. Der Tourismus ist eines der wichtigsten Standbeine unserer Region. Wo hakt es? Dass Standbeine nicht automatisch auch laufen können! Standbeine, also Beine, die nur stehen, tun sich schwer, wenn sie vom Lusen übern Rachel zum Falkenstein rüber wollen. So wie das die Gäste tun. Dabei fehlt es aber keinesfalls an der Bereitschaft. Wir haben uns die Arbeit der Touristiker und Betriebe in den Orten genau angeschaut. Bemerkenswert ist, dass alle die Prioritäten ihres täglichen Tuns anders setzen würden − wenn sie könnten. Der Alltag holt sie ein und kein Einziger kommt dazu, sich zum Beispiel regelmäßig um verkaufbare Produktangebote Gedanken zu machen. Die Region kann sich dieses Nebeneinander angesichts der touristischen Marktentwicklung aber nicht auf Dauer leisten. Die prioritär wichtigen Aufgaben müssen dringend angepackt werden. Hierfür sollten die zur Verfügung stehenden Mittel, finanziell wie personell, so effizient wie möglich eingesetzt werden. Minister Brunner präferiert ja eine Zusammenlegung der Zweckverbände Zwieseler Winkel und Zweckverband Nationalparkgemeinden: Was halten Sie von der Idee. Ist sie machbar? Und wenn ja, wo liegen die Vorteile? Der Sinn von Zweckverbänden steckt ja schon im Wort: Sie sind ein Zweck bezogener Zusammenschluss. Wenn wir den Zweck der beiden angesprochenen Verbände vergleichen, gibt es schon eine hohe Deckungsgleichung. Deshalb werden wir auch dieses Thema auf den Prüfstand stellen. Gäste sehen die Landkreisgrenzen ohnehin nicht. Wie eine neue Struktur aussehen kann, ist vor allem davon abhängig, welche Ziele verfolgt werden. Und darüber müssen sich die Mitgliedsgemeinden, aber auch die Betriebe der Nationalparkregion ernsthaft unterhalten. Es macht sicherlich Sinn, nicht sofort eine nächste Rechtsform zu suchen, in eine neue Organisation zu schlüpfen und sich für die Ewigkeit sicher zu fühlen. Eine passende Struktur kann auch komplex sein und sich in zwei Jahren nochmal weiterentwickeln. Das müssen Gäste ja auch nicht kommuniziert bekommen. Wichtig dabei ist: Das Bild nach Außen muss ein klar erkennbares Profil wiedergeben. Gehen wir einen Schritt weiter. Lassen Sie uns Visionen entwickeln. Landrat Adam hat schon des öfteren angedeutet, den Tourismus − die Vermarktung − am Landratsamt zentralisieren zu wollen. Ist die Zeit dafür schon reif? So wie mir Landrat Adam seine Pläne geschildert hat, ist es nicht seine Absicht, den Tourismus im Landratsamt zu zentralisieren. Im Gegenteil: Seine Vision ist eine deregulierte, innovationsfördernde Institution an der Schnittstelle zwischen Tourismus und Wirtschaft. Orte, sowie verschiedene Betriebe, sollen an einer solchen Firma beteiligt werden. Er hat, wie auch sein Kollege Lankl, einen professionellen Zugang zur Tourismusarbeit und sieht die touristischen Aufgaben durchaus differenziert. Demnach ist die Frage zu klären, welche Aufgaben letztendlich in welcher Organisationseinheit am Sinnvollsten erledigt werden können. Beide Landräte sehen es positiv, dass sich thematische Angebotseinheiten bilden. Die Nationalparkregion


