Hotelsoftware-Vergleich 2026: PMS-Marktübersicht für Hotels im DACH-Raum

Aktualisiert am 25. August 2026. Diese Marktübersicht ordnet 19 relevante PMS-Anbieter und Produktlinien für Hotels im deutschsprachigen Raum ein. Sie ist keine Rangliste und kein Affiliate-Vergleich: Entscheidend ist nicht das „beste“ PMS, sondern die Passung zu Betrieb, Geschäftsmodell, Prozessen und Zielarchitektur.

Kurzantwort: Kleine inhabergeführte Hotels benötigen meist eine andere Systemarchitektur als Wellnessresorts, Tagungshotels oder internationale Gruppen. Neben modernen Cloud- und API-Plattformen bleiben etablierte DACH-Systeme relevant. Gerade in Österreich belegt die ÖHV-Technologieumfrage 2025 eine erhebliche Nutzung regionaler Lösungen wie Casablanca, Gastrodat, GMS Hotel Felix, Elite und SiTec. Diese Stichprobenwerte sind keine allgemeinen DACH-Marktanteile.

Was PMS, Channel Manager und IBE unterscheidet

  • Property Management System (PMS): Kernsystem für Reservierung, Verfügbarkeit, Gastdaten, Check-in/out, Abrechnung und operative Abläufe.
  • Channel Manager: verteilt Verfügbarkeiten, Raten und Restriktionen an Buchungsportale und überträgt Reservierungen zurück.
  • Internet Booking Engine (IBE): Buchungsstrecke auf der eigenen Website für Direktbuchungen.

Diese Komponenten können aus einer Suite stammen oder als spezialisierte Systeme über Schnittstellen verbunden werden. Die zweite Variante bietet mehr Wahlfreiheit, erhöht aber Anforderungen an Stammdaten, Verantwortlichkeiten, Monitoring und Support.

Methodik und Aufnahmekriterien

Aufgenommen wurden aktive Systeme, die mehrere der folgenden Kriterien nachvollziehbar erfüllen: reale DACH-Präsenz, Relevanz für inhaber- oder familiengeführte Hotels, ausreichender PMS-Funktionsumfang, Cloud- oder zeitgemäße Betriebsmodelle, Integrations- und API-Strategie, Distribution, Payment, Revenue- und CRM-Anbindung, Automatisierung, Multi-Property-Fähigkeit, deutschsprachiger Support, dokumentierte Weiterentwicklung sowie ausreichend belastbare öffentliche Informationen. Unternehmensgröße oder internationale Markenbekanntheit allein waren weder Ein- noch Ausschlusskriterium.

Die Recherche trennt unabhängige Marktdaten von Herstellerinformationen. Funktions-, Kunden- und Installationsangaben stammen häufig vom Anbieter und werden deshalb nicht als unabhängiger Qualitäts- oder Marktanteilsnachweis behandelt. Wo Funktionen, Roadmap, Migration, API-Reife oder Preise nicht ausreichend öffentlich dokumentiert sind, steht dies ausdrücklich in der Übersicht.

Was aktuelle Marktdaten tatsächlich sagen

  • Die ÖHV-Technologieumfrage 2025 basiert auf 249 österreichischen ÖHV-Mitgliedsbetrieben. In dieser Stichprobe entfielen bei den eingesetzten PMS jeweils 19 % auf Casablanca und Protel, 16 % auf Oracle Opera/Micros Fidelio, 10 % auf Gastrodat, jeweils 6 % auf GMS Hotel Felix und Elite sowie 5 % auf SiTec. 42 % arbeiteten serverbasiert, 28 % cloudbasiert und 25 % hybrid. Das sind Stichprobenanteile österreichischer Mitgliedsbetriebe, keine Marktanteile für Deutschland, Österreich, die Schweiz oder Europa.
  • Die HOTREC European Hotel Distribution Study 2024 mit Referenzjahr 2023 umfasst mehr als 3.000 Hotels in Europa. Sie zeigt die fortbestehende Bedeutung direkter Buchungswege und die besondere OTA-Abhängigkeit kleiner Häuser. Die Studie liefert Anforderungen an Distribution und Systemarchitektur, aber keine belastbare DACH-PMS-Rangliste.
  • Herstellerwebseiten, Produktdokumentationen, Release Notes und API-Dokumentationen wurden zur aktuellen Funktions- und Produktprüfung herangezogen. HotelTechReport und Fachmedien dienten nur ergänzend zur Plausibilisierung, nicht als alleinige Aufnahmegrundlage.

PMS-Markt 2026 nach Einsatzprofilen

Viele Produkte passen in mehr als ein Profil. Die Segmentierung ersetzt daher kein Ranking, sondern hilft beim Aufbau einer ersten Longlist.

Einsatzprofil Besonders prüfenswerte Systeme Worauf es ankommt
Moderne Cloud-/API-Plattformen apaleo, Mews, Clock PMS+, RoomRaccoon, ibelsa.rooms API-Abdeckung, App-Ökosystem, Datenzugriff, Integrationsverantwortung
Etablierte DACH-PMS ASA HOTEL, Casablanca, GMS Hotel Felix, Gastrodat, Protel, SIHOT, SoftTec/hotline Regionaler Support, Bestandsmodule, Cloud-Pfad, Schnittstellen und Migration
Kleine inhabergeführte Betriebe easybooking, ibelsa.rooms, HotelFriend, 3RPMS, RoomRaccoon Bedienbarkeit, Automatisierung, integrierte IBE/Distribution, Gesamtkosten
Ferien-, Wellness- und Resorthotellerie ASA HOTEL, Casablanca, Elite Front Office, GMS Hotel Felix/felixUnity, Gastrodat, Front Office Cloud, SIHOT Spa, POS, Packages, Ressourcen, Meldewesen, komplexe Leistungen
Enterprise und Multi-Property Oracle OPERA Cloud, Shiji Daylight PMS, SIHOT, Mews, Planet Protel Cloud, ASA HOTEL Zentrale Stammdaten, Rechte, Länderfähigkeit, Rollout, Reporting und SLA
All-in-One-orientierte Architektur RoomRaccoon, easybooking, SoftTec Cloud, HotelFriend, Front Office Cloud Modulgrenzen, Transaktionskosten und Austauschbarkeit einzelner Komponenten

19 PMS-Anbieter und Produktlinien im Überblick

GMS Hotel Felix und felixUnity

GMS Hotel Felix ist ein etabliertes DACH-PMS, das laut Hersteller lokal oder in der Cloud betrieben werden kann. Öffentlich dokumentiert sind unter anderem Front Office, Distribution, Wellnessplanung, Schnittstellen sowie deutschsprachiger 24/7-Support. Die ÖHV-Stichprobe 2025 weist Hotel Felix bei 6 % der teilnehmenden österreichischen Mitgliedsbetriebe aus. GMS nennt selbst mehr als 1.800 Installationen; dies ist eine Herstellerangabe und kein unabhängig bestätigter Marktanteil.

felixUnity wird als neue Produkt- und Plattformgeneration mit PMS, Distribution, Housekeeping, Revenue-Funktionen, Gastkommunikation und Automatisierung positioniert. Die Bezeichnung „AI-native“ ist eine Herstellerpositionierung. Für eine Auswahlentscheidung müssen konkrete KI-Funktionen, Datenverwendung, Kontrollmöglichkeiten und messbarer Nutzen einzeln geprüft werden. Hotel Felix ist weiterhin aktiv dokumentiert; eine Einstellung lässt sich nicht ableiten. Verhältnis, Migrationspfad, allgemeine Verfügbarkeit einzelner felixUnity-Module, API-Umfang und verbindliche Roadmap sind öffentlich nicht ausreichend detailliert. Für größere Hotels kann GMS aufgrund des Funktionsumfangs prüfenswert sein; Multi-Property-, Last-, Rollen- und Migrationsanforderungen sollten jedoch im Proof of Concept nachgewiesen werden.

Elite Front Office und elite one

Elite Front Office verbindet PMS-Funktionen mit eigener Kasse und Wellnessplanung. Dokumentiert sind unter anderem CRM/Gästekartei, Online-Check-in, digitaler Meldeschein, Housekeeping-App, Yield-Funktionen, Anzahlungen/Gutscheine, Finanzbuchhaltungsanbindungen und mehr als 100 Schnittstellen nach Herstellerangabe. Das Einsatzprofil passt besonders zu Ferien-, Wellness- und Vollhotels mit engem Zusammenspiel von Logis, Gastronomie und Spa. Die ÖHV-Stichprobe 2025 weist Elite bei 6 % der teilnehmenden Betriebe aus und unterstreicht damit die Relevanz im Alpenraum.

Die webbasierte Generation elite one wird auf der aktuellen Produktseite noch als „demnächst verfügbar“ beschrieben; der öffentlich dokumentierte Funktionsstand erreicht damit nicht nachweisbar die vollständige Parität des etablierten Front Office. Cloud-Reife, Multi-Property-Verwaltung, API-Umfang und Migrationspfad sollten vor einer Entscheidung konkret belegt werden. Elite wurde in cloudzentrierten internationalen Vergleichen leicht unterschätzt; für komplexe regionale Ferien- und Wellnessbetriebe gehört es fachlich auf die Longlist.

Casablanca hotelsoftware

Casablanca ist ein etabliertes DACH-System mit PMS, CRM, Distribution, digitaler Guest Journey, Payment, Housekeeping, MICE- und Spa-Funktionen. Der Anbieter dokumentiert mehr als 200 Integrationen, laufende Web- und API-Weiterentwicklung sowie Support an 365 Tagen. In der ÖHV-Stichprobe 2025 zählt Casablanca mit 19 % zu den am häufigsten genannten PMS. Das ist ein belastbarer Relevanzhinweis für die österreichische Mitgliedshotellerie, aber kein DACH-Marktanteil. Je nach Modul besteht eine Mischung aus klassischer Desktop-/Serverwelt und Web-/Cloud-Komponenten; die gewünschte Zielarchitektur sollte deshalb je Prozess und Modul geklärt werden.

Gastrodat / Simplify Cloud

Gastrodat ist weiterhin ein aktives, modular aufgebautes PMS und wird innerhalb der simplify-hospitality-Gruppe mit Cloud-Angeboten und zahlreichen Schnittstellen weitergeführt. Die ÖHV-Stichprobe 2025 weist Gastrodat bei 10 % der teilnehmenden österreichischen Betriebe aus. Damit gehört es für Ferien- und Individualhotels im Alpenraum auf die Longlist. Veraltete öffentlich auffindbare Installationszahlen wurden nicht übernommen. Vor einer Auswahl sind Abgrenzung zwischen Bestandsprodukt und Simplify Cloud, Funktionsparität, API-Abdeckung, Betriebskonzept und Migrationsaufwand konkret zu prüfen.

Front Office Cloud (SiTec / simplify hospitality)

Front Office Cloud ist das aktuelle Cloud-PMS im SiTec-Umfeld innerhalb von simplify hospitality. Herstellerunterlagen dokumentieren eine modulare SaaS-Lösung mit Multi-Property, IBE, POS, Housekeeping, Gästelösungen, Wellness-/Ressourcenplanung, Payment und REST-API. In der ÖHV-Stichprobe 2025 wird SiTec von 5 % der teilnehmenden Betriebe genannt. Das System ist vor allem für Ferien-, Freizeit- und Vollhotellerie im DACH-Raum prüfenswert. Angaben zu Cloud-Nativität, Hosting und Produktumfang stammen vom Hersteller; Integrations- und Support-SLAs sowie die tatsächliche Modultiefe müssen im Auswahlverfahren verifiziert werden.

Weitere etablierte DACH- und europäische Systeme

  • ASA HOTEL: Cloud oder On-Premises, breites Funktionsspektrum für Individual-, Ferien- und Gruppenbetriebe; Multi-Property und regionale Integrationen sind dokumentiert.
  • Planet Protel Cloud PMS / Protel On-Premise: etablierte Installationsbasis und breite Integrationslandschaft. „Protel“ wird unter Planet weitergeführt; Cloud- und On-Premises-Linien sind aktiv.
  • SoftTec Cloud Hotelsoftware / hotline Hotelsoftware: aktuelles Cloud-Angebot neben etablierter hotline-Produktwelt; modular und für kleine bis mittlere Individualhotels relevant. Funktionsumfang und Migrationspfad hängen von Produktgeneration und Modulen ab.
  • SIHOT: modular, cloudorientiert und API-basiert; deckt City-, Resort-, MICE- und Gruppenanforderungen ab. Für komplexere Häuser und Multi-Property-Szenarien prüfenswert.

Cloud- und API-orientierte PMS

  • Mews: cloudbasiertes PMS mit Payments, Automatisierung, Multi-Property und umfangreichem Marktplatz. Die Übernahme von HS3 und angekündigte Kundenmigration erhöht die DACH-Relevanz; konkrete Transition und Funktionsparität müssen objektspezifisch geprüft werden.
  • apaleo: API-first-Plattform für eine komponierbare Systemarchitektur. Besonders geeignet, wenn der Betrieb Integrationen aktiv steuern kann; die Freiheit des Ökosystems verlagert Integrations- und Betriebsverantwortung stärker zum Hotel oder Implementierungspartner.
  • Clock PMS+: Cloud-PMS mit Distribution, POS, Payments, Gästeportal und dokumentierten APIs. Für automatisierte Individual- und Gruppenbetriebe prüfenswert.
  • ibelsa.rooms: deutschsprachiges Cloud-PMS mit offener API, modularer Anbindung und Fokus auf Individualhotellerie. Für kleine und mittlere Häuser sowie schlanke Prozesse relevant.
  • RoomRaccoon: Cloud-All-in-One für unabhängige Hotels mit PMS, Channel Manager, IBE, Payments und Revenue-Funktionen. Integrationsumfang und Gesamtkosten sollten am konkreten Modulpaket geprüft werden.

Kleine und mittlere inhabergeführte Betriebe

  • easybooking: webbasiertes All-in-One-Angebot mit PMS, IBE und Channel-Management-Funktionen; insbesondere für kleine und mittlere Beherbergungsbetriebe im DACH-Raum relevant.
  • 3RPMS: schlankes Cloud-PMS mit öffentlichen Paketpreisen und dokumentierter API. Das Basic-Paket ist ausdrücklich ohne Schnittstellen; die passende Tarifstufe ist daher Teil der Architekturentscheidung.
  • HotelFriend: Cloud-Plattform mit PMS, Distribution, Gästelösungen und Multi-Property-Funktionen; zusätzlich wird eine Hybrid-/On-Premises-Option angeboten. Öffentliche Startpreise variieren nach Paket und Konfiguration und ersetzen kein Gesamtangebot.

Enterprise und internationale Hotelgruppen

  • Oracle OPERA Cloud / OPERA 5: sehr breites Funktions- und Integrationsumfeld für komplexe Hotels, Resorts und Gruppen. Einführung, Konfiguration und Betrieb sind typischerweise anspruchsvoller als bei schlanken KMU-Systemen.
  • Shiji Daylight PMS: aktueller Name der zuvor als Shiji Enterprise Platform vermarkteten Cloud-PMS-Generation. Ausgerichtet auf Enterprise-, Gruppen- und Multi-Property-Anforderungen mit offenen Integrationsmöglichkeiten.

Vergleichsmatrix: Architektur, Einsatzprofil und Grenzen

„Integriert“ bedeutet nicht automatisch „im Grundpreis enthalten“. Ein Haken wäre ohne Modul-, Tarif- und Versionskontext oft irreführend. Die Matrix nutzt deshalb beschreibende Angaben und kennzeichnet offene Punkte.

System Architektur Typisches Einsatzprofil Multi-Property Distribution / IBE POS / Spa API / Integrationen Zu prüfen
ASA HOTEL Cloud oder On-Premises Individual-, Ferien-, Gruppenhotels ja integriert/anbindbar breit anbindbar dokumentierte Schnittstellen Modul- und Cloud-Konzept
Casablanca Server plus Web-/Cloud-Module Ferien-, Wellness-, Vollhotel verfügbar integriert/anbindbar MICE/Spa dokumentiert 200+ laut Hersteller Zielarchitektur je Modul
Planet Protel Cloud und On-Premises mittel bis groß, auch Gruppen ja integriert/anbindbar anbindbar breites Ökosystem Produktlinie und Migration
SoftTec / hotline Cloud plus Bestandsprodukt klein bis mittel öffentlich nicht einheitlich dokumentiert integriert/anbindbar POS anbindbar modular Generation, Module, Migration
Mews Cloud automatisierte Individual- und Gruppenhotels ja integriert/anbindbar POS anbindbar Marketplace/APIs HS3-Transition, Gesamtkosten
ibelsa.rooms Cloud klein bis mittel prüfen anbindbar anbindbar offene API komplexe Zusatzprozesse
easybooking Web/Cloud kleine und mittlere Betriebe prüfen All-in-One-orientiert anbindbar Integrationen dokumentiert Tarif-/Modulgrenzen
Clock PMS+ Cloud mittel, Resort, Gruppen ja integriert POS integriert dokumentierte APIs lokale Spezialanforderungen
apaleo Cloud, API-first komponierbare Architektur, Gruppen ja über Apps/Partner über Apps/Partner offene APIs Integrationsverantwortung
RoomRaccoon Cloud unabhängige kleine/mittlere Hotels verfügbar integriert anbindbar Ökosystem laut Hersteller Modulpaket und Kosten
Oracle OPERA Cloud und OPERA-5-Bestand groß, Resort, Enterprise ja integriert/anbindbar breit anbindbar Enterprise-Plattform Komplexität, Einführung, TCO
SIHOT Cloud-orientiert/API-basiert City, Resort, MICE, Gruppen ja integriert/anbindbar integriert/anbindbar offene API Modul- und Rolloutumfang
Shiji Daylight Cloud Enterprise, internationale Gruppen ja anbindbar anbindbar offene Integrationsplattform Einführungsaufwand, KMU-Passung
3RPMS Cloud klein bis mittel prüfen ab Pro-Paket anbindbar GraphQL API dokumentiert Basic ohne Schnittstellen
HotelFriend Cloud, Hybridoption klein bis mittel, Gruppen ja integriert/anbindbar anbindbar Integrationen dokumentiert Paket, Support, Endpreis
GMS Hotel Felix Cloud oder On-Premises Ferien-, Wellness-, Vollhotel nachweisen integriert/anbindbar Wellness dokumentiert Schnittstellen dokumentiert Roadmap und Migration
felixUnity neue Cloud-/Plattformgeneration automatisierte Individualhotellerie öffentlich nicht ausreichend dokumentiert integriert positioniert prüfen Integrationen positioniert Reife, API, KI, Verfügbarkeit
Elite Front Office etabliertes PMS; Webgeneration im Aufbau Ferien-, Wellness-, Vollhotel öffentlich nicht ausreichend dokumentiert anbindbar eigene POS-/Spa-Lösungen 100+ laut Hersteller elite-one-Reife, Cloud, API
Gastrodat Bestandsprodukt plus Simplify Cloud Ferien-/Individualhotel prüfen integriert/anbindbar anbindbar zahlreiche Kategorien Produktabgrenzung, API, Migration
Front Office Cloud Cloud/SaaS Ferien-, Freizeit-, Vollhotel ja laut Hersteller integriert Cloud POS, Wellnessmodule REST API dokumentiert Modultiefe und SLA

Welches PMS sollte ich mir ansehen?

  • Kleines inhabergeführtes Hotel: zunächst schlanke Cloud-/All-in-One-Systeme wie easybooking, ibelsa.rooms, 3RPMS, HotelFriend oder RoomRaccoon prüfen. Ein regionales DACH-System kann bei Spezialprozessen und Support dennoch besser passen.
  • 20 bis 50 Zimmer: zusätzlich ASA, SoftTec, Casablanca, Gastrodat oder GMS einbeziehen, wenn Gastronomie, Packages, Wellness oder regionale Anforderungen stärker ausgeprägt sind.
  • 50 bis 100 Zimmer oder größeres Vollhotel: Prozess- und Integrationsarchitektur in den Vordergrund stellen; Protel, SIHOT, Mews, Clock, ASA, Casablanca, GMS oder Elite können je Betriebsart prüfenswert sein.
  • Wellness-/Resorthotel: Casablanca, Elite, ASA, GMS/felixUnity, Gastrodat, Front Office Cloud und SIHOT anhand von Spa-Ressourcen, Packages, POS und Guest Journey vergleichen.
  • Mehrere Häuser: Mews, apaleo, SIHOT, Planet Protel, ASA, Oracle oder Shiji mit realen Multi-Property-Szenarien testen. Zentrale Stammdaten und Rechte sind wichtiger als ein bloßes „Multi-Property: ja“.
  • Stark automatisierter Betrieb: API-Abdeckung, Events/Webhooks, Payment, Self-Service und Ausnahmeprozesse bei apaleo, Mews, Clock, RoomRaccoon, felixUnity sowie vergleichbaren Plattformen im Proof of Concept prüfen.
  • Hohe Booking.com-Abhängigkeit: Channel-Manager-Stabilität, Raten-/Restriktionslogik, Ausfallprozesse und Kosten bewerten; parallel die Revenue- und Direktbuchungsstrategie verbessern.
  • Komplexe Gastronomie, Wellness oder Tagung: nicht nur das PMS isoliert auswählen. POS, Spa, Ressourcen, Bankett/MICE, FiBu und Payment müssen als End-to-End-Prozess nachgewiesen werden.
  • Internationale Hotelgruppe: Oracle OPERA, Shiji Daylight, SIHOT, Mews oder Protel anhand von Länderfähigkeit, Konzernstandards, Rollout, SLA und Datenplattform vergleichen.

Was kostet ein Hotel-PMS?

Viele Anbieter kalkulieren nach Zimmerzahl, Häusern, Nutzern, Modulen, Schnittstellen, Transaktionen oder Zahlungsvolumen. Hinzu kommen häufig Einrichtung, Datenmigration, Schulung, Hardware, Payment, Support und Drittanbieter. Deshalb ist ein Monatsbetrag allein kein belastbarer Vergleich.

Ein seltenes öffentliches Beispiel ist 3RPMS: Am 25. August 2026 nennt der Anbieter 4 Euro je Zimmer/Monat für Basic, 5 Euro für Pro und 7 Euro für ProPlus, jeweils zuzüglich Einrichtungsgebühr und mit weiteren Paketbedingungen; Basic enthält keine Schnittstellen. Diese Werte sind eine Momentaufnahme der Herstellerseite, keine Kostenprognose. Bei anderen Systemen sind öffentliche Startpreise häufig nicht mit dem tatsächlichen Zielpaket vergleichbar. Für eine Entscheidung sollte eine drei- bis fünfjährige Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung erstellt werden.

So wird aus einer Longlist eine belastbare Entscheidung

Eine PMS-Auswahl beginnt mit Prozessen, nicht mit Demos. Betriebsgröße, Betriebsart, Standorte, Individual- oder Kettenstruktur, Ferien-/Businessanteil, Wellness, Gastronomie, Veranstaltungen, bestehende Systemlandschaft, Buchungskanäle, Automatisierungsgrad, Mitarbeiterstruktur, Digitalstrategie, Budget, Schnittstellen und Skalierung müssen vor der Produktauswahl gewichtet werden.

  1. Muss-, Soll- und Kann-Anforderungen sowie Ausschlusskriterien definieren.
  2. Daten- und Zielarchitektur einschließlich Verantwortlichkeiten festlegen.
  3. Drei bis fünf passende Systeme anhand identischer realer Prozesse demonstrieren lassen.
  4. API, Schnittstellen, Datenexport, Rechte, Security, Support und SLA vertraglich prüfen.
  5. Datenmigration mit Testmigration, Abstimmungssummen und Rückfallplan absichern.
  6. Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre statt nur Lizenzpreis vergleichen.
  7. Pilot, Schulung, Cutover und Erfolgsmessung planen.

Weitere Zusammenhänge: Prozessoptimierung und Digitalisierung, Investitionsfähigkeit, Finanzierung und Fördermittelberatung.

Häufige Fragen zur Hotelsoftware 2026

Welche Hotelsoftware ist 2026 relevant?

Relevant sind sowohl moderne Cloud-/API-Systeme als auch etablierte DACH-PMS. Die Longlist sollte aus dem Einsatzprofil entstehen, nicht aus internationaler Bekanntheit.

Warum gehört GMS Hotel Felix in die Übersicht?

Hotel Felix ist aktiv, im DACH-Raum etabliert und in der österreichischen ÖHV-Stichprobe 2025 vertreten. Mit felixUnity entsteht daneben eine neue Plattformgeneration, deren Reife und Migration im Einzelfall geprüft werden müssen.

Ist GMS Hotel Felix auch für größere Hotels geeignet?

Der dokumentierte Funktionsumfang macht GMS auch für größere Individual- und Vollhotels prüfenswert. Ob es passt, entscheidet ein Test der konkreten Multi-Property-, Rollen-, Integrations-, Reporting- und Lastanforderungen.

Was unterscheidet felixUnity von Hotel Felix?

Hotel Felix ist das etablierte PMS mit Cloud- und lokaler Betriebsoption. felixUnity wird als neue integrierte Plattformgeneration mit stärkerem Automatisierungs- und KI-Fokus positioniert. Eine vollständige öffentliche Migrations- und Roadmap-Dokumentation liegt derzeit nicht vor.

Ist Elite Solutions für größere Hotels geeignet?

Elite ist aufgrund der Verbindung von PMS, Kasse und Wellness für größere Ferien- und Vollhotels grundsätzlich prüfenswert. Cloud-Parität, Multi-Property, API und komplexe Konzernanforderungen sollten vor einer Shortlist-Entscheidung nachgewiesen werden.

Welche PMS eignen sich für Wellnesshotels?

Besonders prüfenswert sind ASA, Casablanca, Elite, GMS/felixUnity, Gastrodat, Front Office Cloud und SIHOT. Entscheidend sind die Tiefe der Spa-/Ressourcenplanung sowie die Verbindung zu POS, Packages, Payment und Guest Journey.

Welche Cloud-PMS gibt es?

Zu den Cloud-orientierten Systemen dieser Übersicht zählen unter anderem Mews, apaleo, Clock PMS+, RoomRaccoon, ibelsa.rooms, easybooking, 3RPMS, HotelFriend, Protel Cloud, SIHOT, Shiji Daylight, SoftTec Cloud, Front Office Cloud und felixUnity. „Cloud“ sagt allein noch nichts über API, Mandantenfähigkeit oder Prozessreife aus.

Welche PMS sind im DACH-Markt verbreitet?

Eine belastbare einheitliche DACH-Marktanteilsstatistik ist öffentlich nicht verfügbar. Die ÖHV-Stichprobe 2025 belegt für österreichische Mitgliedsbetriebe insbesondere Casablanca, Protel, Oracle Opera/Micros Fidelio, Gastrodat, GMS, Elite und SiTec. Für Deutschland und die Schweiz sind Herstellerangaben und Referenzen nur ergänzende Relevanzindikatoren.

Quellen und Transparenz

Recherchezeitpunkt: 25. August 2026. Zentrale unabhängige Quellen sind die ÖHV-Technologieumfrage 2025 (Österreich, n=249 ÖHV-Mitgliedsbetriebe) und die HOTREC European Hotel Distribution Study 2024 (Referenzjahr 2023, mehr als 3.000 europäische Hotels). Produktstatus und Funktionen wurden über aktuelle Herstellerseiten, Dokumentationen, Release Notes und API-Unterlagen geprüft. Die Aufnahme oder Positionierung ist nicht bezahlt; es gibt kein Affiliate-Ranking. Dittlmann & Partner | Inter Change Concept (ICC) berät herstellerneutral.

Primär- und Produktquellen: ÖHV 2025 · HOTREC 2024 · GMS · Elite · Casablanca · simplify hospitality / Gastrodat / SiTec sowie die in den Anbieterprofilen verlinkten offiziellen Produktseiten.


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2 Kommentare

  • Eine bemerkenswerte PMS findet in Ihrer Betrachtung keine Beachtung, nämlich die Cloudlösung von „ZimmerSoftware“. Ich habe auch über die Jahre einige PMS getestet und bin zum Ergebnis gekommen, dass diese PMS alle Funktionen und Schnittstellen zu einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis anbietet!

    • Sehr geehrter Herr Sehmisch,

      vielen Dank für Ihren Hinweis. ZimmerSoftware ist in der Tat ein Anbieter, den man im deutschsprachigen Markt im Blick behalten kann.

      Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf eine vollständige Marktabdeckung aller PMS-Lösungen, sondern fokussiert auf ausgewählte Systeme, die aus meiner Beratungspraxis und aus konkreten Hotelprojekten besonders häufig relevant sind.

      Ich nehme Ihren Hinweis gerne als Ergänzung auf und prüfe, ob ZimmerSoftware bei einer nächsten Aktualisierung des Vergleichs mit berücksichtigt werden sollte.

      Beste Grüße
      Andreas Dittlmann

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