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Hospitality Reset 2026: 12 Sofortmaßnahmen für Hotels & Gastgeber in DACH (Rückblick 2025 + Ausblick 2026)

Hospitality Reset 2026: Was 2025 geprägt hat – und was Hotels & Gastronomie in DACH jetzt sofort tun sollten

von Andreas Dittlmann am 29. Dezember 2025. Diese Tage „zwischen den Jahren“ sind ideal, um einmal nicht an der nächsten Kampagne herumzuschrauben, sondern die Weichen sauber zu stellen: für Ergebnis, Ruhe im Betrieb und eine klare Prioritätenliste für 2026. Wenn ich 2025 in einem Satz zusammenfasse, dann so: Die Nachfrage war in vielen Regionen (nicht in allen!) stabil bis sehr gut – aber die Betriebswirtschaft wurde spürbar härter. Wer Prozesse, Personaleinsatz, Kalkulation und Vertrieb aktiv geführt hat, konnte auch 2025 sehr gute Ergebnisse erzielen. Wer das nicht getan hat, hat trotz Belegung zu wenig Ergebnis gesehen.

Und genau deshalb wird 2026 ein operatives Jahr. Nicht im Sinne von „noch mehr Technik“, sondern im Sinne von: weniger Reibung, klarere Systeme, sauberere Preislogik, messbarer Direktvertrieb, robustere Abläufe. Ich bündele hier die wichtigsten Signale aus 2025 und übersetze sie in einen pragmatischen Jahreswechsel-Plan für Hotels und Gastronomie in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

1. Rückblick 2025: Nachfrage ja – aber der Druck blieb

In Deutschland steuert der Tourismus weiter auf ein sehr hohes Niveau zu. Destatis berichtet für Oktober 2025 nicht nur ein Plus gegenüber dem Vorjahr, sondern auch, dass die Übernachtungszahlen von Januar bis Oktober 2025 das Rekordniveau des Vorjahres erreicht haben. Das ist die gute Nachricht – die weniger bequeme lautet: Mit hoher Sichtbarkeit und starker Distribution allein gewinnt man 2026 nicht automatisch Marge, weil Kosten und Prozesse stärker durchschlagen als früher. Wer das in Zahlen sehen will, findet parallel auch beim Gastgewerbe-Umsatz eine Entwicklung, die viele Betreiber 2025 gefühlt haben: nominal bewegt sich etwas, real bleibt es anspruchsvoll. (Deutschland: Tourismus Oktober 2025 sowie Gastgewerbeumsatz 1. Halbjahr 2025.)

Österreich hat 2025 in der Sommersaison (Mai bis Oktober) sogar einen neuen Höchststand bei den Nächtigungen ausgewiesen. Auch hier gilt: Nachfrage ist da, aber die Differenzierung wird entscheidender – weil Gäste stärker vergleichen, Personal knapp bleibt und sich operative Fehler schneller in Bewertungen und Ergebnis übersetzen. (Österreich: Statistik Austria Sommersaison 2025.)

In der Schweiz wurde in der Sommersaison 2025 erstmals die Marke von 25 Millionen Logiernächten überschritten. Das ist ein starkes Signal für das Land – und gleichzeitig ein Hinweis auf eine steigende Erwartungshaltung: Reibungslose Prozesse, klare Angebote und ein verlässlicher Direktvertrieb werden 2026 noch stärker zum Qualitätsmerkmal. (Schweiz: BFS Sommersaison 2025.)

Wenn du diese drei Ländertrends zusammenziehst, ist die gemeinsame Klammer für 2026 klar: Die Nachfrage bleibt ein Fundament, aber das Ergebnis entsteht über operative Exzellenz. Genau dort setzen die nächsten Punkte an.

2. Was ab 01.01.2026 sofort wichtig wird (und warum das Conversion bringt)

Zum Jahreswechsel gibt es in Deutschland mehrere Themen, die unmittelbar in den Alltag von Hotels und Gastronomie greifen – und die bei vielen Betrieben ganz oben auf der Agenda stehen werden. Genau solche Themen bringen erfahrungsgemäß nicht nur Klicks, sondern auch qualifizierte Anfragen, weil sie einen echten Handlungsdruck erzeugen.

Erstens: Der Bundesrat hat steuerlichen Änderungen zugestimmt, darunter die Entlastung der Gastronomie über eine reduzierte Umsatzsteuer auf Speisen ab 01.01.2026. Für die Praxis heißt das: Speisen werden wieder mit 7 Prozent besteuert, während die Getränkelogik gesondert zu betrachten ist. Das ist kein Automatismus für „billiger“, sondern ein Gestaltungsspielraum, den man betriebswirtschaftlich sauber einsetzen sollte. Wer tiefer in die Umsetzung will, findet dazu auch meinen eigenen Praxisartikel auf der Website: Mehrwertsteuersenkung Gastronomie: 7 Prozent ab 01.01.2026. Externe Einordnung: Bundesregierung: Steuergesetz/Bundesrat.

Zweitens: Der Mindestlohn steigt in Deutschland zum 01.01.2026 auf 13,90 Euro und zum 01.01.2027 auf 14,60 Euro. Das wirkt in den Bereichen Housekeeping, Frühstück, Service und Küche besonders stark – also genau dort, wo Prozessminuten und Schichtlogik über Ergebnis entscheiden. Offiziell nachzulesen bei der Bundesregierung und beim BMAS: Mindestlohn steigt und BMAS: Mindestlohnanpassung.

Drittens: E-Rechnung. In Deutschland muss seit 01.01.2025 der Empfang einer E-Rechnung im B2B-Geschäftsverkehr grundsätzlich möglich sein; die Umstellung wird über Übergangsregeln stufenweise verbindlicher. Das klingt „buchhalterisch“, ist aber operativ: Wer den Rechnungsworkflow nicht sauber aufsetzt, erzeugt Reibung in Einkauf, Wareneinsatz, Controlling und Steuerberatung. Die klarste Quelle ist hier das BMF: BMF-FAQ zur E-Rechnung.

Viertens: IT-Sicherheit. In Deutschland ist das NIS-2-Umsetzungsgesetz seit Dezember 2025 in Kraft. Nicht jeder Hotel- oder Gastro-Betrieb fällt automatisch darunter, aber zwei Dinge sind 2026 real: Erstens nehmen Anforderungen über Lieferketten zu (IT-Dienstleister, Cloud-PMS, Payment, Buchungsstrecken), und zweitens ist ein Basisstandard aus MFA, Rollen/Rechten, Backups und Notfallplan heute schlicht betriebliche Hygiene. Eine gute offizielle Startstelle: BSI: NIS-2-Umsetzungsgesetz und die Einordnung der Bundesregierung: Bundesregierung: NIS-2.

Für Österreich und die Schweiz gilt: Die großen Linien sind ähnlich, aber die Detailpflichten unterscheiden sich. In Österreich ist die Umsatzsteuerlogik in der Gastronomie typischerweise eine Trennung zwischen Speisen (10 Prozent) und vielen Getränken (20 Prozent); genau diese Trennung muss in Angeboten und Kombipreisen sauber abgebildet werden. Als kompakte Referenz eignet sich die WKO-Übersicht: WKO: ermäßigte Umsatzsteuersätze. Und wenn du Leistungen an Bundesdienststellen fakturierst, ist die e-Rechnung an den Bund seit 01.01.2014 verpflichtend: Österreich: e-Rechnung an den Bund bzw. e-Rechnung.gv.at.

In der Schweiz sind für Hotels und Gastro die aktuellen MWST-Sätze zentral, insbesondere der Sondersatz für Beherbergung. Die verlässlichste Quelle ist die ESTV: ESTV: aktuelle MWST-Sätze. Für Lieferanten der Bundesverwaltung gilt die Pflicht zur e-Rechnung bei Vertragswerten über 5’000 CHF; dazu ist die Bundeskanzlei eine sehr gute Referenz: Bundeskanzlei: E-Rechnung.

3. Was das betriebswirtschaftlich bedeutet: 2026 gewinnt nicht der Lauteste, sondern der Sauberste

Wenn du in Deutschland ab 01.01.2026 in der Speisenbesteuerung Spielraum bekommst, dann ist der zentrale Fehler, diesen Spielraum entweder unüberlegt „wegzugeben“ oder ihn unsichtbar verpuffen zu lassen. Der richtige Weg ist eine klare Logik, die du intern vertreten kannst: Ein Teil stabilisiert Ergebnis und Liquidität (weil Mindestlohn und Dienstleisterkosten real steigen), ein Teil sichert Qualität und Produkt (weil Preissetzung immer an wahrgenommenem Wert hängt), und ein Teil wird dort als Preissignal eingesetzt, wo es strategisch Sinn macht – etwa in Frequenzzeiten, bei Mittagsangeboten oder bei Angebotsarchitektur, die neue Gäste anzieht.

Parallel gilt: Der Mindestlohn ist kein Argument, sondern eine Rechenaufgabe. Wer 2026 wirklich gewinnen will, übersetzt Lohnkosten in Prozessminuten. Das klingt banal, ist aber der Unterschied zwischen „wir müssen erhöhen“ und „wir wissen, wo wir Zeit verlieren“. Frühstücksabläufe, Schichtübergaben, Housekeeping-Routen, Mise-en-place, Kassenschluss, Wareneingang und Rechnungsworkflow sind die klassischen Zeitfresser. In der Praxis reichen oft wenige Standards, um spürbar Ruhe in den Betrieb zu bekommen.

Und dann kommt der große Hebel: Technologie und KI wie im Hotelsoftware Vergleich 2026. Technologie ist 2026 kein Selbstzweck, sondern Prozess- und Ergebnisfaktor. Was ich fast überall sehe: Es sind selten „zu wenige Tools“. Es sind zu viele Reibungspunkte zwischen Tools, Verantwortlichkeiten und Routinen. Genau deshalb ist der erste Schritt 2026 meistens nicht „kaufen“, sondern „aufräumen“.

4. Der Jahreswechsel-Plan: So startest du 2026 mit Klarheit (ohne Tool-Overkill)

Wenn du es pragmatisch halten willst, dann denk in einem 90-Tage-Fenster. Die ersten 30 Tage sind dafür da, dass die Rahmenbedingungen sauber umgesetzt sind: Steuerlogik, Preis- und Angebotsarchitektur, Dienstplanlogik und ein minimalistisches KPI-Set, das wöchentlich geprüft wird. Wenn du hier keine Messung hast, wird aus 2026 wieder nur ein gutes Vorhaben.

Die Tage 31 bis 60 sind ideal, um Systeme und Abläufe zu entkoppeln und zu vereinfachen. Das ist der Moment, in dem du den Tech-Stack so ordnest, dass er dir Arbeit abnimmt, statt Arbeit zu erzeugen. Wer hier sauber arbeitet, schafft sich Zeit für Gast und Team – und reduziert Fehler, die später teuer werden. Genau an dieser Stelle lohnt sich häufig ein kurzer Strukturcheck über die wichtigsten Leistungen, die wir auch auf der Website bündeln: Services sowie Hotel und Gastronomie Beratung.

In den Tagen 61 bis 90 setzt du die vertriebs- und ergebnisrelevanten Hebel konsequent um: Direktvertrieb mit messbarer Conversion, saubere Restriktionen in Peak-Zeiten, ein einfacher Upselling-Mechanismus und eine Gästekommunikation, die nicht jedes Mal neu erfunden werden muss. Wenn du an dieser Stelle zusätzlich eine belastbare wirtschaftliche Sicht brauchst – etwa vor Investitionen, Systemwechsel oder Nachfolgesituationen – ist ein strukturierter Rentabilitätsblick oft der schnellste Weg zu Klarheit: Rentabilitäts-Check.

5. Ausblick 2026: Welche Themen hier als Nächstes kommen

2026 wird hier auf dem Blog sehr konsequent umsetzungsorientiert. In den nächsten Monaten folgen praktische Hilfen, die Entscheiden erleichtern, Shortlists bauen, Fehler vermeiden und Umsetzung strukturieren. Konkret kommen ein DACH-Vergleich zu Channel-Managern, ein Booking-Engine-Vergleich mit Fokus auf Conversion und Messbarkeit, ein praxisnaher RMS-Vergleich (wann lohnt sich Revenue-Management wirklich und wann nicht) sowie ein Artikelpaket zu Self-Check-in, Digital Key und „Pilot in 30 Tagen“. Parallel dazu wird es einen kompakten Leitfaden geben, wie man einen Softwarewechsel ohne Chaos plant – mit Rollen, Testprotokollen und realistischen Zeitachsen.

6. Wenn du 2026 schneller Klarheit willst: kurzer Check

Wenn du 2026 mit weniger Tool-Chaos, klaren Prozessen und einer belastbaren Prioritätenliste starten willst, können wir das sehr pragmatisch angehen. Wir bieten einen kompakten Tech-Stack- und Prozess-Check an, der dir in kurzer Zeit eine priorisierte Maßnahmenliste, eine grobe Kosten-Nutzen-Einschätzung und einen 90-Tage-Plan liefert. Du findest den Einstieg über die Kontaktseite: Termin vereinbaren.

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FAQ: Die 10 wichtigsten Fragen zum Jahreswechsel 2025/2026

Was ist die wichtigste Botschaft zum Jahreswechsel für Hotels und Gastro in DACH?

2026 wird ein operatives Jahr. Ergebnis entsteht weniger über „mehr Marketing“ und stärker über saubere Prozesse, klare Angebotsarchitektur, kontrollierten Personaleinsatz und einen Tech-Stack, der Arbeit abnimmt. Wer das in den ersten 90 Tagen strukturiert aufsetzt, gewinnt Ruhe und Marge.

Deutschland: Was bedeutet die MwSt-Änderung ab 01.01.2026 praktisch?

Für Speisen in der Gastronomie gilt ab 01.01.2026 wieder der ermäßigte Satz, während Getränke gesondert zu behandeln sind. Entscheidend ist die Umsetzung im Kassensystem, in Angebotslogiken und in Packages. Vor allem ist es ein Gestaltungsspielraum: Du kannst damit Ergebnis stabilisieren, Qualität absichern und gezielt Preissignale setzen, statt reflexhaft überall zu senken.

Deutschland: Was ändert der Mindestlohn 2026/2027 für die Kalkulation?

Der Mindestlohn steigt zum 01.01.2026 auf 13,90 Euro und zum 01.01.2027 auf 14,60 Euro. In der Praxis ist der beste Zugang nicht „Stundenlohn-Debatte“, sondern Prozessminuten: Welche Abläufe verursachen unnötige Wege, Wartezeiten oder Doppelarbeit? Dort liegt der reale Ergebnishebel.

Deutschland: Was muss ich wegen E-Rechnung jetzt wirklich tun?

Du brauchst einen funktionierenden Empfangs- und Verarbeitungsprozess. Das beginnt bei einem klaren Eingangskanal (z. B. zentrales E-Mail-Postfach), geht über Archivierung und Berechtigungen bis zur Abstimmung mit der Steuerberatung. Wer das früh sauber macht, reduziert Reibung in Einkauf, Wareneinsatz und Controlling.

Deutschland: Betrifft mich NIS2 als Hotel oder Gastro überhaupt?

Nicht jeder Betrieb ist automatisch adressiert, aber 2026 steigen Anforderungen über Lieferketten und Dienstleister. Unabhängig von der formalen Betroffenheit sind MFA, Rollen-/Rechtekonzept, ein robustes Backup, dokumentierte Zugänge und ein Notfallplan betriebliche Pflicht. Damit reduzierst du Ausfallrisiko und Haftungsthemen deutlich.

Was sind die schnellsten Ergebnishebel in den ersten 30 Tagen 2026?

Meistens sind es drei Dinge: erstens Angebots- und Kalkulationsklarheit (Bestseller, Wareneinsatz, Deckungsbeitrag), zweitens ein messbarer Direktvertrieb (Conversion, Direktanteil, Kosten pro Direktbuchung) und drittens Prozessstandardisierung (weniger Varianten, klare Übergaben, wiederverwendbare Kommunikation).

Muss ich 2026 zwingend neue Software kaufen, um besser zu werden?

Nein. Sehr häufig liegt der größte Hebel zuerst in „Stack-Hygiene“: doppelte Funktionen raus, Schnittstellen prüfen, Verantwortlichkeiten klären, Workflows vereinheitlichen. Neue Tools sind dann sinnvoll, wenn Zielbild, Datenfluss und KPIs definiert sind – sonst kaufst du Komplexität.

Wie mache ich aus einem Jahreswechsel-Plan echte Conversion und Umsetzung?

Mit einem klaren 90-Tage-Plan und einem kleinen KPI-Set, das wöchentlich geprüft wird. 30 Tage Grundlagen (Steuer/Preis/Prozess/Tracking), 60 Tage System und Team (Stack, Workflows, Training), 90 Tage Vertrieb und Ergebnis (Direktvertrieb, Restriktionen, Preislogik). Ohne diese Kadenz bleibt es ein guter Vorsatz.

Österreich: Was muss ich bei der E-Rechnung beachten?

E-Rechnung: Im B2G (Rechnung an den Bund) seit 01.01.2014 verpflichtend; Plattform e-Rechnung.gv.at. Für B2B gibt es aktuell keine generelle Pflicht wie in Deutschland.

Schweiz: Gibt es E-Rechnungspflicht?

E-Rechnung an den Bund: Lieferanten der Bundesverwaltung müssen E-Rechnungen einreichen, wenn der Vertragswert über 5.000 CHF liegt (B2G).

12 SOFORTMASSNAHMEN FÜR 2026 

Wenn du heute nur eine Sache machst: Nimm diese 12 Punkte als Jahreswechsel-Checkliste und arbeite sie in den ersten 3 Wochen 2026 durch.

1. Steuerlogik sauber einstellen (DE/AT/CH)
Speisen/Getränke trennen, Packages sauber aufteilen, Kassen- und Faktura-Logik prüfen. In DE konkret: Umstellung zum 01.01.2026 kontrollieren (inkl. Speisekarten-Preisauszeichnung und Rechnungslogik). 

2. Mindestlohn-Folgen in Minuten pro Prozess übersetzen (DE)Nicht „Stundenlohn“ diskutieren, sondern Prozesszeiten: Frühstücksablauf, Zimmerreinigung, Mise-en-place, Schichtübergaben, Kassenschluss. Jede gesparte Minute multipliziert sich über das Jahr. 

3. Angebotsarchitektur vereinfachen
Weniger Varianten, klare Bestseller, bessere Kalkulation. Gerade in der Gastronomie ist das häufig der schnellste Hebel auf Wareneinsatz + Personalzeit.

4. Direktvertrieb: 3 Kennzahlen wöchentlich prüfen
A) Direktanteil, B) Conversion der Buchungsmaschine, C) Kosten pro Direktbuchung. Ohne Messung bleibt es Gefühl – und 2026 wird ein Jahr, in dem Gefühl zu teuer ist.

5. Tech-Stack entschlacken (statt neue Tools draufpacken)
PMS, Channel Manager, Booking Engine, Payment, ggf. RMS/CRM: Prüfe doppelte Funktionen, Medienbrüche, manuelle Excellisten. Ziel: weniger Systeme, klarere Schnittstellen, weniger Fehler.

6. E-Rechnung organisatorisch “abnehmen lassen”
Deutschland: Empfang/Verarbeitung im B2B sauber organisieren, Verantwortliche festlegen, Workflow mit Steuerberatung klären; Übergangsfristen nicht als Ausrede nutzen, sondern als Projektfenster. 
Österreich/Schweiz: Wenn du B2G lieferst, Prozesse/Formatwege prüfen. 

7. IT-Sicherheits-Basis (NIS2-denkbar, aber pragmatisch)
Auch wenn du nicht formell „betroffen“ sein solltest: MFA überall, Rollen-/Rechtekonzept, Backup-Strategie (3-2-1), Notfallkontaktliste, Lieferanten-Zugänge dokumentieren. In Deutschland zusätzlich: NIS2-Betroffenheit prüfen. 

8. Preis- und Restriktionslogik für Spitzenzeiten „vorziehen“
Peak-Dates 2026 früh definieren, Mindestaufenthalte, LOS, Derived Rates – nicht erst „wenn’s voll wird“.

9. Gästekommunikation standardisieren (Pre-Stay, In-House, Post-Stay)
Templates sparen Zeit und erhöhen Servicequalität. Wenn du nur 5 Standardmails sauber machst, spürst du das in 14 Tagen.

10. Upselling systematisieren
Zimmerkategorien, Late Check-out, Parken, Frühstück, Packages: Nicht „fragen“, sondern im System anbieten, mit klaren Regeln.

11. Bewertungssystem als Prozess, nicht als Zufall
Wann wird gefragt, wer beantwortet, welche Standards? Bewertungen sind 2026 weiterhin einer der stärksten, kostenlosen Nachfragehebel.

12. 90-Tage-Plan festlegen (und nicht 12 Monate zerreden)
30 Tage: Steuer/Prozess/Tracking
60 Tage: Tech-Stack/Workflows/Teamtraining
90 Tage: Direktvertriebs- und RM-Optimierung mit klaren KPIs

 

AUSBLICK 2026: WAS HIER IM BLOG ALS NÄCHSTES KOMMT

Damit aus diesem Reset ein „laufender Vorsprung“ wird, plane ich für die ersten Monate 2026 eine klare Veröffentlichungsreihe (alles DACH-kompatibel, mit Praxis-Checklisten):

1. Channel-Manager Vergleich 2026 (so ähnlich wie der Hotel-Software Vergleich): Kriterien, typische Fehler, Migrationsplan
2. Booking-Engine Vergleich 2026: Conversion + Tracking + Metasearch
3. RMS Vergleich 2026: wann es sich wirklich lohnt, und welche Daten du brauchst
4. Self-Check-in/Digital Key/Kiosk 2026: Pilotplan 30 Tage
5. Cybersecurity fürs Hotel: Basis-Standard, Notfallplan, Dienstleistersteuerung
6. Softwarewechsel ohne Chaos: Projektplan, Rollen, Testprotokoll.

Damit aus diesem Hospitality Reset 2026 ein „laufender Vorsprung“ wird, plane ich für die nächsten Monate eine klare Veröffentlichungsreihe – bewusst als Mischung aus operativen Pflicht-Themen (die sofort Ergebnis bringen), techniknahen Entscheidungshilfen (die dir Prozesse erleichtern) und inhaltlichen Beiträgen, die die Positionierung von Hotels, Gastronomie und Erlebnisangeboten als „Bühne der Gefühle“ stärken. Neben den angekündigten Vergleichen und Umsetzungsleitfäden (Channel-Manager Vergleich 2026, Booking-Engine Vergleich 2026, RMS Vergleich 2026, Self-Check-in/Digital Key/Kiosk 2026, Cybersecurity-Basisstandard und der Projektplan „Softwarewechsel ohne Chaos“) wird es daher ebenso eine Reihe an Beiträgen geben, die nichts mit Technik zu tun haben, aber für Unternehmer und Betreiber in DACH mindestens genauso relevant sind.

Ich werde zum Beispiel den Blick stärker auf die wirtschaftliche Grundlage legen und einen Beitrag veröffentlichen, der erklärt, wie man den Hotelwert realistisch einordnet und ab welchem Punkt Investitionen tatsächlich sinnvoll sind – inklusive typischer Denkfehler, die ich in der Praxis immer wieder sehe. Daran anknüpfend folgt ein Beitrag darüber, wie Hotels ihre Ertragslage nachhaltig verbessern können, ohne reflexhaft nur an den Preisen zu drehen, sondern mit einer Kombination aus Angebotsarchitektur, Kostenlogik, Prozesszeiten und den richtigen Prioritäten im Tagesgeschäft.

Parallel dazu kommen mehrere Artikel aus dem Bereich Erlebnis- und Markenführung: Unter dem Arbeitstitel „Architektur der Gefühle“ greife ich auf, wie erlebnisorientierte Hotels die Wirkung von Räumen bewusst nutzen können – und warum Inszenierung nicht „Deko“ ist, sondern ein wirtschaftlicher Hebel, wenn sie konsequent aus der Perspektive der Gäste gedacht wird. Dazu passen zwei weitere Themen aus meiner Liste sehr gut: ein Beitrag zur Raumpsychologie (Wirkung von Raum, Licht, Düften und Farben auf Gäste) und ein Beitrag über erlebnisorientierte Hotelkonzepte, die sich nicht über Luxus definieren, sondern über Resonanz, Erzählung und klare dramaturgische Führung.

Weil 2026 in vielen Betrieben auch ein Jahr der Klärung von Rollen, Führung und Zukunftsentscheidungen wird, werde ich außerdem das Thema Gründung und Weiterentwicklung aufgreifen – nicht als trockenen Businessplan-Text, sondern als Artikel über die Frage, wie ein Betrieb einen tragfähigen Sinn, eine klare Identität und ein belastbares wirtschaftliches Fundament gleichzeitig entwickelt. Ebenfalls geplant sind Best Practices zur Familienhotellerie, weil dieses Segment in DACH einerseits enorme Chancen hat, andererseits aber schnell in Komplexität und Personalbelastung kippt, wenn Angebot, Prozesse und Erwartungen nicht sauber aufeinander abgestimmt sind.

Und schließlich wird es – als bewusst größerer Zukunftsbogen – einen Beitrag geben, der die „Zukunft der Hospitality 2030“ skizziert. Nicht als Technik-Vision, sondern als unternehmerische Perspektive: Welche Gästeerwartungen, welche Arbeitsrealitäten, welche Kostenstrukturen und welche Positionierungsfragen bis 2030 wirklich relevant werden – und was Betreiber heute tun können, um sich nicht treiben zu lassen, sondern strategisch zu führen.

Wenn du 2026 mit weniger Tool-Chaos, mehr Direktvertrieb und klaren Prozessen starten willst: Wir biete einen kompakten Tech-Stack- und Prozess-Check (60–90 Minuten) an. Ergebnis: priorisierte Maßnahmenliste, grobe Kosten-/Nutzenabschätzung und ein 90-Tage-Plan. Optional: Shortlist-Workshop, wenn ein Systemwechsel ansteht.

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Dittlmann & Partner Inter Change Concept ist Ihr Spezialist für Hotel- und Gastronomieberatung sowie Tourismusprojekte. Wir begleiten familiengeführte Betriebe, Gastgeber und Erlebnisanbieter bei Strategie, Finanzierung, Nachfolge, Sanierung und Digitalisierung – mit betriebswirtschaftlicher Präzision und einem klaren Blick für die Architektur der Gefühle im Betrieb. Mehr über unsere Arbeitsweise und Referenzen finden Sie auf der Seite „Über uns“.